Direkt zum Inhaltsbereich

Innovationsfonds

Zweite Runde eingeläutet

Vorhang auf für vier neue Themenfelder: Innovative Projekte können sich nun auch mit diesen um Mittel aus dem Fonds bewerben.

Von Jana Kötter Veröffentlicht:

BERLIN. Der Innovationsausschuss des GBA hat am Mittwoch neue Themenfelder bekannt gegeben, in denen innovative Versorgungsprojekte gefördert werden sollen. Damit können etwa Ärztenetze und KVen 2016 nochmals Fördermittel aus dem mit insgesamt 300 Millionen Euro jährlich dotierten Innovationsfonds für Projekte beantragen, die über die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen.

Themenspezifische Projekte können danach in folgenden Problembereichen gefördert werden:

Versorgungsmodelle mit Delegation und Substitution von Leistungen,

Modellprojekte zum Auf- und Ausbau der geriatrischen Versorgung,

Verbesserung der Kommunikation mit Patientinnen und Patienten und Förderung der Gesundheitskompetenz sowie

Versorgungsmodelle für Menschen mit Behinderung.

Ansätze für die Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund sollen in allen Themenfelder gefördert werden. Das hatte GBA-Chef Professor Josef Hecken bereits kurz nach den ersten Förderbekanntmachungen bei einer Veranstaltung des Bundesverbands Managed Care (BMC) in Aussicht gestellt.

Die ersten Themenfelder, die bereits Anfang April veröffentlicht wurden, enthalten Versorgungsmodelle in strukturschwachen und ländlichen Gebieten, Modellprojekte zur Arzneimitteltherapie und deren Sicherheit, Versorgungsmodelle unter Nutzung der Digitalisierung sowie Versorgungsmodelle für spezielle Patientengruppen wie ältere Menschen oder Menschen mit psychischen Erkrankungen. Ein Antrag auf Mittel aus dem Innovationsfonds ist zudem weiter über die themenoffen gehaltene Förderbekanntmachung möglich.

Der Innovationsfonds soll in den kommenden vier Jahren 1,2 Milliarden Euro ausschütten, ein Viertel davon für Versorgungsforschung. Die Anträge für die erste Förderrunde müssen bis 5. Juli, jene der am Mittwoch ausgerufenen Themenfelder bis spätestens 19. Juli über das Internet-Portal des DLR-Projektträgers elektronisch eingereicht werden.

Auf der Frühjahrstagung des Vereins "gesundheitswirtschaft rhein-main" in Frankfurt machte Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) jüngst deutlich, dass er große Hoffnung in den Innovationsfonds setze: Er blicke zahlreichen Projekten in der sektorenübergreifenden Versorgung, die in die Regelversorgung übernommen werden könnten, entgegen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kommentar

Das letzte Wort über die HzV ist noch nicht gesprochen

Klarstellung veröffentlicht

AOP-Katalog und Narkose-Leistungen: Wann die EBM-Abrechnung möglich ist

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Herzinsuffizienz

Erste klinische Studie belegt Wirksamkeit des Herzpflasters

Münchner Aids- und Infektiologie-Tage

Chronische Hepatitis B: Heilung durch monoklonalen Antikörper?

Lesetipps
Noch impfen nach einer RSV-Erkrankung?

© Porträt: privat | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Noch impfen nach einer RSV-Erkrankung?

Spirometrie bei einem Mann.

© John Thys / Reporters / Science Photo Library

Änderungen aus dem GOLD-Update

Neues Vorgehen bei COPD: Proaktiv statt reaktiv!

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram