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ABDA: Jeden Tag schließt eine Apotheke

Viele Apotheken in Deutschland stehen vor dem Aus. Darauf weist die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hin. Sie rechnet damit, dass es im kommenden Jahr 400 Apotheken weniger gibt als noch 2010.

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Für das Jahr 2011 ist von 400 Apothekenschließungen auszugehen.

Für das Jahr 2011 ist von 400 Apothekenschließungen auszugehen.

© Frank Rumpenhorst / dpa

DÜSSELDORF (Gak). Die gerechtere Honorierung ihrer Leistungen sieht die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände als eines der herausragenden Themen des Deutschen Apothekertags 2011 in Düsseldorf.

ABDA-Präsident Heinz-Günther Wolf begründet dies mit der deutlich verschlechterten wirtschaftlichen Lage der Apotheken.

"Wir brauchen mehr Honorar"

Ohne eine angemessene Vergütung ihrer Leistungen werde das bewährte System der Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung durch die Apotheken in den nächsten Jahren nicht mehr funktionieren. "Deshalb wollen wir Apotheker nicht nur mehr Honorar, wir brauchen es."

Der Grund dafür seien neben der Inflation vor allem steigende Personal- und Sachkosten. Zudem belaste das Spargesetz AMNOG die Apotheken noch stärker, als dies von der Politik beabsichtigt gewesen sei, heißt es dazu von der ABDA.

Wolf rechnet mit 400 Apothekenschließungen 2011

Derzeit sei für das Jahr 2011 von 400 Apothekenschließungen auszugehen, so Wolf anlässlich der Eröffnungspressekonferenz des diesjährigen Deutschen Apothekertags: "Jeden Tag macht eine Apotheke zu, das gilt für alle Bundesländer."

Und Karl-Heinz Resch, ABDA-Geschäftsführer Wirtschaft und Soziales, warnt: "Von der Gesamtzahl der Apotheken fallen wir jetzt auf ein Niveau zurück, das wir 1995 hatten."

Auf dem Apothekertag diskutieren bis Samstag rund 300 Delegierte der Apothekerschaft. Parallel dazu findet bis einschließlich Sonntag die Expopharm 2011 statt. Die größte pharmazeutische Fachmesse Europas erwartet rund 25.000 Fachbesucher aus dem In- und Ausland.

Lesen Sie dazu auch: ABDA-Präsident verteidigt Arzneikatalog

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