Direkt zum Inhaltsbereich

Spahn zu Arzneimittel-Engpass

Ärzte sollen Paracetamol nur noch restriktiv verordnen!

Ärzte sollten im Falle einer Paracetamol-Verordnung nur noch medizinisch notwendige Packungsgrößen aufschreiben, fordert Gesundheitsminister Spahn – und appelliert auch an Apotheker.

Veröffentlicht:
Wegen der Corona-Epidemie soll eine Abgabe von Paracetamol nur in akuten Bedarfsmengen „und nur nach Prüfung geeigneter therapeutischer Alternativen“ erfolgen. (Symbolbild mit Fotomodell)

Wegen der Corona-Epidemie soll eine Abgabe von Paracetamol nur in akuten Bedarfsmengen „und nur nach Prüfung geeigneter therapeutischer Alternativen“ erfolgen. (Symbolbild mit Fotomodell)

© fizkes / Getty Images / iStock

Berlin. Paracetamol wird knapp. Offenkundig so knapp, dass sich jetzt sogar Bundesgesundheitsminister Jens Spahn aufgerufen sieht, Ärzte, Hersteller und Handel zu möglichst umsichtiger Abgabe anzuhalten. In einem an KBV, ABDA sowie Pharmaverbände adressierten Schreiben heißt es, Belieferung und Abgabe paracetamolhaltiger Arzneimittel sollten nur in akuten Bedarfsmengen erfolgen „und nur nach Prüfung geeigneter therapeutischer Alternativen“.

Ärzte sollten im Falle einer Paracetamol-Verordnung nur noch medizinisch notwendige Packungsgrößen aufschreiben, Apotheken „im Rahmen ihrer pharmazeutischen Beratung Alternativen erwägen“ und paracetamolhaltige Produkte „nur abgeben, wenn therapeutische Alternativen im Einzelfall nicht infrage kommen“.

Arzneimittelhersteller und Großhandel sollen Liefermengen am monatsdurchschnittlichen Absatz aus 2019 orientieren.

Anfang März hatte Indien unter anderem Paracetamol-Ausfuhren eingeschränkt. In seiner Engpassliste führt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aktuell fünf Paracetamol-Präparate auf. (cw)
Lesen sie auch
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Heilmittel-Report 2026

Blankoverordnung bei Heilmitteln: Warum Entlastung Leitplanken braucht

Kooperation | In Kooperation mit: AOK-Bundesverband

Experte zu Ergebnissen des Heilmittel-Reports 2026

Qualität der Heilmittelversorgung: „Wir sind noch im Blindflug“

Kooperation | In Kooperation mit: AOK-Bundesverband

Einschätzung von Kollegen

Wenn die Telefon-AU wegfällt: Was das für den Praxisalltag bedeutet

Das könnte Sie auch interessieren
Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

© quantic69 | iStock

Politische Perspektive

Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

Anzeige | CSL Behring GmbH
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Kommentare
Margit Karls 26.03.202008:10 Uhr

....Ärzte sollten im Falle einer Paracetamol-Verordnung nur noch medizinisch notwendige Packungsgrößen aufschreiben...

offensichtlich kennt Herr Spahn § 12 SGB V nicht. Was medizinisch nicht notwendig ist, darf überhaupt nicht verordnet werden. Die medizinische Notwendigkeit ist das Kern Kriterium in der gesetzlichen Krankenversicherung

Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Robert Koch-Institut

STIKO lockert Impfempfehlungen gegen COVID-19

Einschätzung von Kollegen

Wenn die Telefon-AU wegfällt: Was das für den Praxisalltag bedeutet

Lesetipps
Weltkugel, eingerahmt von vielen bunten Schleifen.

© AddMeshCube / sock.adobe.com

Krebsreport

WHO befürchtet starken Anstieg der Krebs-Diagnosen weltweit