Büsum

Ärztezentrum formiert sich

Das erste Ärztezentrum in kommunaler Hand will seinen Patienten in Büsum nun längere Sprechzeiten anbieten. Weitere Veränderungen sollen folgen.

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BÜSUM. Das zu Quartalsbeginn eröffnete erste deutsche Ärztezentrum in kommunaler Trägerschaft in Büsum hat die vier zuvor selbstständig arbeitenden Hausarztpraxen zu einer Gemeinschaftspraxis umgewandelt und bietet den Patienten nun längere Öffnungszeiten.

Ein erster Schritt war die Einführung einer Nachmittagssprechstunde am Mittwoch. "In den nächsten Wochen wollen wir die Öffnungszeiten des Ärztezentrums noch patientenfreundlicher gestalten", sagte der ärztliche Leiter der Einrichtung, Volker Staats.

Er kündigte weitere schrittweise Veränderungen, mit denen die Versorgung am Ort optimiert werden soll, an.

Eine Folge der Umstrukturierung mit längeren Öffnungszeiten in Büsum wird sein, dass Patienten nicht mehr wie bislang zu jeder Sprechstunde ihren gewohnten Arzt antreffen werden.

Durch eine Veröffentlichung der Präsenzzeiten soll es aber jedem Patienten ermöglicht werden, seine Besuche so zu legen, dass er zur Sprechstunde des gewünschten Arztes erscheinen kann.

Die derzeit laufenden Umbauarbeiten am Ärztehaus werden nach Angaben der mit dem Management beauftragten Ärztegenossenschaft Nord noch bis Anfang des Jahres 2016 andauern.

Zielstellung der Umwandlung ist die dauerhafte Sicherung der hausärztlichen Versorgung in dem beliebten Urlaubsort an der Nordseeküste.

Dort gehen, wie berichtet, in den kommenden Jahren viele der noch praktizierenden Ärzte in den Ruhestand und finden keine Nachfolger für ihre Einzelpraxen, die unter einem Dach nebeneinander untergebracht waren.

Die Neuordnung zu einem Ärztehaus in kommunaler Trägerschaft ermöglicht die Anstellung von Ärzten in einem gemeinsamen Team. (di)

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