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Apothekertag

Alle sollen gleichen Zugang zu Cannabis haben

Die Apotheker haben klare Regeln für medizinisch eingesetztes Cannabis gefordert.

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DÜSSELDORF. Die Apotheker haben sich für die Aufnahme von Cannabis in den Leistungskatalog der GKV und gegen den ungeregelten Eigenanbau durch Patienten ausgesprochen.

Bei der Hauptversammlung der Branche während des Deutschen Apothekertages in Düsseldorf votierten die Delegierten "mit großer Mehrheit", wie es in einer Pressemitteilung heißt, für drei Anforderungen an den medizinischen Cannabis-Einsatz:

- Cannabis zu medizinischen Zwecken müsse "die notwendige pharmazeutische Qualität haben",

- dürfe "nur in Apotheken abgegeben werden" und drittens

- müsse "ärztlich verordnetes Cannabis von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden".

Nur kontrollierter Anbau mit ständiger Überprüfung könne eine gleichbleibende Cannabis-Qualität gewährleisten, sagte Apothekerkammerpräsident Dr. Andreas Kiefer. Im Eigenanbau sei das nicht möglich. Auch müsse medizinisches Cannabis allen Patienten gleichermaßen offenstehen.

Kiefer: "Die Kassen müssen verordnetes Cannabis bezahlen. Es darf nicht von der wirtschaftlichen Situation der Patienten abhängen, ob sie Zugang zu einer ärztlich indizierten Therapie mit Cannabis haben oder nicht".

Derzeit wird Medizinalhanf nicht erstattet. Mitte vorigen Jahres erstritten sich deshalb Schmerzpatienten vor Gericht die Genehmigung zum Eigenanbau aus Kostengründen.

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