Direkt zum Inhaltsbereich

Sozialministerium

An Frankfurter Uniklinik alles in Ordnung?

Erst die Psychiatrie am Klinikum Höchst, jetzt die der Uniklinik: In Frankfurt rumort es. Der Sozialminister versucht, die Wogen zu glätten.

Veröffentlicht:

WIESBADEN. Wer die Website des hessischen Sozialministeriums ansteuert, dem fällt sofort der Hinweis „Psychiatrische Versorgung“ mit „Details zu Beschwerdemöglichkeiten“ ins Auge. Nicht ohne Grund: Gleich zwei renommierte Kliniken der Rhein-Main-Region gerieten unlängst ihrer Psychiatrien wegen ins Zwielicht.

Erst berichtete RTL von Missständen im Klinikum Höchst, dann der Hessische Rundfunk von vergleichbaren Zuständen in der Akutpsychiatrie der Uniklinik – überlastetes Personal, bauliche und hygienische Mängel, von Hilfskräften fixierte Patienten.

In Höchst wurde inzwischen der Psychiater Dr. Hans-Joachim Kirschenbauer beauftragt, für Aufklärung zu sorgen und Abhilfe-Maßnahmen zu erarbeiten. Außerdem ermittelt der Staatsanwalt. Mit den Vorwürfen gegen die Universitätsklinik befasste sich am Montag der Sozialausschuss des hessischen Landtages auf einer Sondersitzung.

Wie „hessenschau.de“ unter Berufung auf den Personalratsvorsitzenden des Klinikums berichtet, sollen bereits 2017 Beschwerden gegen die universitäre Akutpsychiatrie laut geworden sein, der jedoch aufgrund seiner Verschwiegenheitspflicht keine weiteren Details nennen dürfe. In einer ersten Stellungnahme hatte die Klinikleitung „temporäre Überbelegung“ eingeräumt sowie auf „bauliche Problemfelder“ und „einen hohen Anteil komplexer Patienten“ hingewiesen.

Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) ließ am Montag wissen, sich „sowohl vor Ort als auch in einem fachaufsichtlichen Gespräch mit Vertretern der Universitätsklinik ein eigenes Bild gemacht“ zu haben. Danach könne er „nicht bestätigen, dass Patientinnen und Patienten an der Akutpsychiatrie nicht ordnungsgemäß untergebracht und behandelt werden“.

Aufgrund neuer Versorgungsverpflichtungen habe es zu Jahresbeginn tatsächlich „eine mehrwöchige Phase der Überbelegung“ gegeben. Um „vorübergehende Belastungsspitzen“ abzufangen, sei mittelfristig geplant, zwei weitere Akutstationen in einem benachbarten Trakt einzurichten. (cw)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Übersicht

Eine Agenda für Seltene Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Shared Decision Making ist gerade bei der Diagnostik und Therapie seltener Erkrankungen ein wichtiges Versorgungsprinzip. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© Pixel-Shot / stock.adobe.com

Seltene Erkrankungen

Was auch Patienten tun können

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)

Eine Krebspatientin erzählt

„Meine Kinder? Klar sind die geimpft!“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vision Zero e.V.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Dissens in Bezug auf Wirksamkeit

Wem oder wogegen helfen Probiotika?

Auf Haus- und Heimbesuch

Die perfekte Hausbesuchstasche: Worauf Sie beim Packen achten können

Lesetipps
Wer KI als Unterstützung für Diagnosen nutzt, sollte die Ergebnisse immer prüfen, denn: Auch KI macht Fehler.

© elenabsl / Stock.adobe.com

Tipps von hausärztlichen Anwendern

Wenn Kollege KI in der Arztpraxis „assistiert“

Eine Hand hält ein

© Sergey Nivens / stock.adobe.com

Jetzt abonnieren

Unsere Newsletter in der Übersicht

Ein Mann liegt regungslos auf dem Boden.

© Short World / Generated with AI / stock.adobe.com

DGIM 2026

Bewusstseinsstörungen: Der internistische Blick