Assistenzärzte helfen Kollegen bei der Weiterbildung

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BREMEN (cben). Das Bremer Rote Kreuz Krankenhaus (RKK) will mit einem neuen Konzept die Weiterbildung im Haus effektiver gestalten. Die Assistenzärzte sollen zwischen sechs halbjährlichen Modulen als gemeinsame basis-internistische Ausbildung rotieren können: Nach einer sechsmonatigen Einführung aus Organisationsgrundlagen wie EDV oder Entlassungsmanagement folgen Module wie "Endoskopie", "Intensivmedizin" oder "Bauch und Ultraschall".Die Subspezialisierung, etwa zum Nephrologen, soll in gleicher Weise organisiert werden. Jedem Neuling steht in der Ausbildung ein erfahrener Kollege unter den Assistenzärzten zur Seite.

Für jedes Gerät im Krankenhaus gibt es unter den älteren Assistenzärzten einen spezialisierten, der bei den Untersuchungen unterstützt. Das Weiterbildungsprogramm ist Ende 2008 gestartet."Es geht uns um eine höhere Verlässlichkeit und eine größere Transparenz für die Assistenzärzte im Krankenhaus", sagt Dr. Stefan Herget-Rosenthal, Chefarzt der Medizinischen Klinik im RKK, zur "Ärzte Zeitung".

So sollen in Zukunft alle Untersuchungen, die von den Assistenzärzten vorgenommen wurden, wie etwa Magenspiegelungen, per Kopie des Befundbogens durch die Assistenzärzte dokumentiert werden. "In den Mitarbeitergesprächen werde ich dann prüfen, ob auch wirklich alle Untersuchungen gemacht wurden", so Herget-Rosenthal. Die Assistenzärzte sollen verlässlich planen können, wie lange sie für alle vorgeschriebenen Untersuchungen brauchen. "Außerdem können sie sicher sein, dass sie bei jeder Untersuchung auch zum Zuge kommen", erklärt Herget-Rosenthal, "Transparenz ist wichtig.

Niemand wird bevorzug, niemand benachteiligt." Der Chefarzt hatte bei den Assistenten Unzufriedenheit mit der Ausbildung festgestellt. "Wenn wir verhindern wollen, dass unsere jungen Kollegen abwandern, dann müssen wir uns was einfallen lassen." Mit dem Programm habe man bisher sehr gute Erfahrungen gemacht, sagt er. Derzeit arbeiten in dem 312-Betten-Haus 14 Assistenzärzte.

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