Celesio

Auch rote Zahlen im dritten Quartal

Der Stuttgarter Pharmagroßhändler Celesio hat seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Erneut steht ein Minus zu Buche.

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Die Stuttgarter Zentrale von Celesio vermeldet keine guten wirtschaftlichen Zahlen.

Die Stuttgarter Zentrale von Celesio vermeldet keine guten wirtschaftlichen Zahlen.

© Marijan Murat / dpa

STUTTGART. Celesio weist auch für das dritte Quartal rote Zahlen aus. Wie der Pharmahändler mitteilte, betrug der Verlust 7,6 Millionen Euro.

Nach den Verlusten im Auftaktquartal 2012 war Celesio im zweiten Jahresviertel wegen hoher Abschreibungen noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Damit summiert sich das Minus in den ersten neun Monaten auf 193,4 Millionen Euro.

Der Umsatz stagnierte mit 5,45 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Ein wichtiger Grund für die Verluste ist der Konzernumbau. In den ersten neun Monaten des Jahres stand ein Verlust von 193,4 Millionen Euro in den Büchern, wie das im MDax notierte Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

 Gewinn im Vorjahr

Im Vorjahr hatte Celesio im selben Zeitraum einen kleinen Gewinn von 26,3 Millionen Euro verbucht. Der Umsatz blieb mit 5,45 Milliarden Euro relativ konstant.

Belastet wurde das Ergebnis vor allem durch Abschreibungen auf die jüngst verkaufte Versandapotheke DocMorris, die Töchter Pharmexx und Movianto sowie Aktivitäten in Tschechien und Irland.

Für das Gesamtjahr rechnet Konzernchef Markus Pinger ebenfalls mit einem negativen Ergebnis. Insgesamt hatte der Konzern bis Ende September Wertberichtigungen in Höhe von 280 Millionen Euro vornehmen müssen.

Die früheren Kaufpreise für DocMorris und Co seien "im heutigen Marktumfeld einfach nicht mehr realisierbar" gewesen, sagte Pinger.

Cahill May Roberts verkauft

Allein der Verkauf von DocMorris schlug in diesem Jahr noch einmal mit Wertberichtigungen von 150 Millionen Euro zu Buche. Celesio hatte für die Internet-Apotheke ursprünglich mehr als 220 Millionen Euro gezahlt. Verkauft wurde sie für 25 Millionen Euro.

Celesio kämpft seit Längerem, wie seine Konkurrenten, mit dem von Gesundheitsreformen angetriebenen Preisdruck.

Pinger will den Pharmahändler daher zurück zum Kerngeschäft führen - dem Großhandel mit Arznei und der direkten Verbindung zu Apotheken. Das dazu nötige Verkaufsprogramm sei nun abgeschlossen, erklärte er.

Celesio hatte am Dienstag auch den Verkauf seines irischen Großhandels bekanntgegeben. Die Tochter Cahill May Roberts ging für 49,9 Millionen Euro an den irischen Konkurrenten Uniphar. (dpa)

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