Honorarsystem für MVZ

BMG nicht länger gegen Arztgruppenfall

Das Gesundheitsministerium stellt sich nicht länger gegen die Einführung des „Arztgruppenfalls“für MVZ und Berufsausübungsgemeinschaften ..

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Berlin. Der Bundesverband der Medizinischen Versorgungszentren (BMVZ) fordert, das Honorarsystem für MVZ und Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) komplett neu auszurichten. Mit dem Instrument des „Arztgruppenfalls“ gebe es nun ein Instrument, das das komplizierte Zuschlagssystem mit dem Kooperationszuschlag überflüssig mache. So könne ein „deutlich einfacheres und transparenteres Honorarsystem entstehen, bei dem Leistungen unabhängig davon, ob sie durch Ärzte in Einzelpraxen oder durch MVZ-Ärzte erbracht werden, gleich vergütet würden, heißt es in einem Entwurf des BMVZ, der der „Ärzte Zeitung“ vorliegt.

Unterdessen wurde bekannt, dass das Gesundheitsministerium seine Vorbehalte gegen die Einführung eines „Arztgruppenfalls“ für MVZ und BAG aufgegeben hat. Das haben Selbstverwaltungskreise der „Ärzte Zeitung“ am Donnerstagnachmittag bestätigt.

Am 26. September hatte das BMG den Beschluss des Bewertungsausschusses zunächst beanstandet und gefordert, die im Gesetz stehende Formulierung des „Behandlungsfalls“ zu berücksichtigen. Diese Beanstandung sei aufgehoben.

Hintergrund sind mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) eingeführte extrabudgetäre Vergütungsanteile für neue Patienten und Patienten, die über Terminservicestellen vermittelt werden. Während in der Einzelpraxis Arzt- und Behandlungsfallzahl immer gleich groß sind, gibt es in größeren Einheiten mehr Arzt- als Behandlungsfälle. Sich daran zu orientieren hätte falsche Anreize gesetzt, heißt es beim BMVZ. (af)

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