Arbeitsmarkt

Behinderung erschwert Arbeitssuche

Die Vermittlung schwerbehinderter Arbeitnehmer bleibt auch in der Hochkonjunktur herausfordernd.

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NÜRNBERG. Trotz der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt finden schwerbehinderte Arbeitslose nach wie vor nur selten einen regulären Job.

Von den bis dahin Erwerbslosen mit schwerer Behinderung, die im vergangenen Jahr nicht mehr als arbeitslos registriert waren, habe nur jeder Sechste eine Beschäftigung erhalten, berichtet die "Saarbrücker Zeitung" unter Berufung auf Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA).

In der Vergleichsgruppe der Arbeitslosen ohne Behinderung sei dies immerhin gut jedem vierten Betroffenen gelungen. Die Arbeitslosenquote bei Schwerbehinderten lag 2016 mit 12,4 Prozent fast doppelt so hoch wie beim Gesamtdurchschnitt. Hier betrug die Quote 6,4 Prozent.

Den Daten zufolge fanden nur 16,6 Prozent der zuvor arbeitslosen Schwerbehinderten im vergangenen Jahr eine reguläre Anstellung. Die anderen nahmen an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teil, oder aber es wurde ihnen Arbeitsunfähigkeit bescheinigt.

Erwerbslose ohne gesundheitliche Einschränkungen fanden in rund 28 Prozent der Fälle einen regulären Job. Die Daten hatte die Arbeitsmarktexpertin der Linken, Sabine Zimmermann, bei der Bundesagentur angefordert.

Nach den gesetzlichen Bestimmungen müssen in Unternehmen mit mindestens 20 Arbeitsplätzen wenigstens fünf Prozent der Stellen für schwerbehinderte Menschen zur Verfügung stehen.

Laut BA wurde diese Beschäftigungsquote im aktuellen Berichtsjahr 2015 nicht erfüllt: Statt fünf Prozent betrug die Quote 4,7 Prozent. Die private Wirtschaft kam lediglich auf 4,1 Prozent. (dpa)

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