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Gendermedizin

Berlin Institute of Health ehrt Forscherinnen

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BERLIN. Erstmalig hat das Berlin Institute of Health (BIH) einen Preis für gender- und geschlechterdifferenzierte Gesundheitsforschung vergeben. Der mit 20.000 Euro dotierte internationale BIH Excellence Award for Sex and Gender Aspects in Health Research ging 2017 an Professor Louise Pilote von der McGill University in Montreal, Kanada, und an Professorin Rhonda Voskuhl von der University of California. Insgesamt lagen 16 Bewerbungen aus acht Ländern vor.

Pilote hat sich auf Genderaspekte in der kardiovaskulären biomedizinischen Forschung spezialisiert. Die Neurologin Voskuhl untersucht biologische Geschlechterunterschiede bei chronisch degenerativen Erkrankungen am Beispiel Multipler Sklerose. Beide Wissenschaftlerinnen werden für Gastaufenthalte ans BIH kommen, kündigte das Institut an.

"Frau Pilote und Frau Voskuhl sind zwei exzellente Wissenschaftlerinnen und Vorreiterinnen in der Gendermedizin, deren wegweisende translationale Forschung in gemeinsame Projekte an BIH, MDC und Charité mit einfließen werden", so Professor Martin Lohse, Sprecher des BIH und Vorstandsvorsitzender des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC).

Er vertritt die Auffassung, dass geschlechterspezifische Unterschiede in der Forschung für die personalisierte Medizin enorm wichtig seien. "Mit der Auszeichnung wollen wir darauf aufmerksam machen und dazu aufrufen, diese Aspekte noch stärker in der Forschung zu verankern", so Lohse weiter. (ami)

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