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Bierbrauer Carlsberg hat durstige Chinesen im Visier

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Wie am Schnürchen läuft derzeit die Carlsberg-Aktie. Das Papier legte seit dem Tief im Oktober bei 321 DKK schon über 40% zu. Dabei konnte den Anteilschein auch ein Rückgang des Nettogewinns um knapp 4% auf rund 5,15 Mrd. DKK (692 Mio. Euro) im Geschäftsjahr 2011 nicht aufhalten. In Russland, das rund 30% des Gesamtumsatzes erwirtschaftet, nahm der Bier-Verkauf um 3% ab, als Gründe nannte der Bierbrauer die Belastung durch höhere Steuern und die Inflation.

Konzernweit legte der Umsatz jedoch um 5,8% auf 63,6 Mrd. DKK zu. In West- und Nordeuropa wurden die Margen verbessert, was trotz stagnierender Erlöse einen höheren Gewinn bescherte. In Asien liefen die Geschäfte weiterhin gut, Marktanteile und Erträge wurden gesteigert. Die Präsenz in China will Carlsberg durch eine 100%ige Übernahme der chinesischen Bierbrauerei Chongqing ausbauen (Anteil Ende 2011: 29,7%). Damit wären die Dänen direkt und indirekt in 42 Brauereien im Reich der Mitte involviert. Einen Marktanteil von 50 bis 60% in West-China haben sie schon jetzt. Carlsberg hofft auf einen steigenden Bierkonsum, da Chinesen im Schnitt "nur" 32 Liter pro Jahr trinken. Zum Vergleich: Europäer genießen rund 70 bis 90 Liter Bier pro Jahr! Trotz der Rallye ist das Papier mit einem 2012er-KGV von 12 und einem KBV von 1,1 im Branchenvergleich immer noch günstig. Ein Ende des Aufwärtstrends ist noch nicht in Sicht. Kaufen Sie es bis 460 DKK, Stopp bei 370 DKK setzen.

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