E-Health-Gesetz

Biotech-Branche sorgt sich um nötige Daten

Die deutsche BiotechIndustrie fordert in Sachen E-Health ein Mitspracherecht ein.

Veröffentlicht: 09.04.2015, 10:37 Uhr

BERLIN. Um neuartige Verfahren zur Diagnose und bessere Therapien zur Behandlung von Patienten entwickeln zu können, sind die forschenden Unternehmen der Biotechnologie-Branche darauf angewiesen, Zugang zu einer möglichst breiten Datenbasis zu erhalten.

Die Anwendungen der mit dem E-Health-Gesetz einzuführenden neuen elektronischen Gesundheitskarte beinhalten eine solche Datenbasis, die die forschenden Biotechnologie-Unternehmen effektiv unterstützen könnte.

Dieses Fazit zieht die Arbeitsgemeinschaft "Bio-IT und Big Data" von BIO Deutschland, dem Branchenverband der Biotechnologie-Industrie, in einer ersten Reaktion auf den von Gesundheitsminister Hermann Gröhe vor Kurzem vorgelegten Referentenentwurf zum E-Health-Gesetz.

Im Fokus der AG-Arbeit liegen nach eigenen Angaben die Themen der Nutzung von Daten, die im Rahmen der E-Health generiert werden, der Interoperabilität sowie die Transparenz der Chancen dieses neuen E-Heath-Ansatzes.

Nach der derzeitigen Ausgestaltung der elektronischen Gesundheitskarte sei den Unternehmen aber ein Zugriff auf die notwendigen Daten zu Forschungszwecken verwehrt.

Erweiterte Zugriffsmöglichkeiten durch Biotechnologie-Unternehmen müssten dabei keinesfalls auf Kosten des hohen Datenschutzniveaus erfolgen, wie BIO Deutschland hervorhebt.

So könne der Datenzugriff beispielsweise an ein Anonymisierungs-, ein Pseudonymisierungs- oder ein Einwilligungserfordernis der betroffenen Versicherten geknüpft werden.

Auf diese Weise ließe sich das hohe Datenschutzniveau der elektronischen Gesundheitskarte beibehalten - an dem auch die forschenden Unternehmen der Biotechnologie-Industrie ein starkes Interesse besäßen.

Zudem fordert der Branchenverband, die Biotechnologie-Unternehmen in die Entscheidungsprozesse im Hinblick auf die Telematikinfrastruktur und die E-Card einzubinden. (maw)

Mehr zum Thema

Mecklenburg-Vorpommern

Weg frei für die ausschließliche Fernbehandlung

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
So verschenken Ärzte bei Privatpatienten kein Geld mehr

Tipps für die Abrechnung

So verschenken Ärzte bei Privatpatienten kein Geld mehr

Vom Kälberpankreas-Extrakt zum „smarten“ Hormon

Die Geschichte des Insulins

Vom Kälberpankreas-Extrakt zum „smarten“ Hormon

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden