Gesundheitskarte

Bundesregierung lobt sich für Start des Karten-Rollouts

Beim Start der CeBIT geben sich alle Akteure mit dem Beginn des Rollouts zufrieden. Die Kassen warten auf Mehrwertdienste.

Veröffentlicht: 01.03.2011, 18:06 Uhr

HANNOVER (ger). Die Bundesregierung hat sich bei der Computermesse CeBIT nochmals eindeutig zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) bekannt.

"Es ist ein gutes Zeichen, dass der Basis-Rollout jetzt losgeht", sagt Staatssekretär Stefan Kapferer aus dem Bundesgesundheitsministerium am Dienstag bei der Eröffnung der Sonderschau TeleHealth in Hannover.

"Wir haben jetzt mit der geplanten Ausgabe der Karte ein Momentum erreicht, das werden wir nicht mehr aus der Hand geben."

Kapferer zeigte sich zuversichtlich, dass die Bundesregierung für weitere Fortschritte im Projekt nicht mehr mit gesetzgeberischen Maßnahmen eingreifen muss.

"Unser pragmatischer Ansatz im vergangenen Jahr hat sich bewährt", sagte der Staatssekretär weiter. Bis Ende 2012 soll die Ausgabe der eGK nach den Plänen der Regierung abgeschlossen sein.

"Es war der richtige Schritt, auch mit der Frist für die Förderung der Lesegeräte", stimmte IT-Experte Bernd Greve von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung dem Staatssekretär zu.

Er betonte, dass durch das Lichtbild des Versicherten der Missbrauch schon eingedämmt werde - jedenfalls dann, wenn die Krankenkassen bei Ausgabe der Karten die alten Krankenversichtenkarten vorschriftsgemäß einziehen. "Es darf immer nur eine Karte in einem Portemonnaie stecken", so Greve.

Thomas Ballast, Vorstandsvorsitzender des VErbandes der Ersatzkassen, klagte, dass mit der Karte der Schlüssel zu einer Datenautobahn komme, "aber die Datenautobahn ist noch gar nicht da".

Die neue Karte könne zunächst kaum mehr als die alte, aber erst durch die Mehrwertdienste könne das Geld eingespielt werden, das jetzt ausgegeben werde.

Das werde aber sicher bis 2013 dauern. Immerhin seien die Vertragspartner jetzt über die Ziellinie, so Ballast. Nun sei die Industrie am Zug - und dann müssten die Ärzte sicherstellen, dass die neuen Kartenleser auch in den Praxen stehen.

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