ADAC

„Christoph 66“ rettet in der Westpfalz Leben im Flug

Veröffentlicht: 03.09.2019, 16:10 Uhr

MAINZ. Die gemeinnützige ADAC Luftrettung hat offiziell den Zuschlag für die Inbetriebnahme eines ADAC Rettungshubschraubers in der Westpfalz erhalten. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten Randolf Stich, Staatssekretär im Innenministerium, und Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, am Montag in Mainz.

„Mit dem Westpfalz-Klinikum, der Uniklinik Homburg und der Klinik in Idar-Oberstein haben wir zuverlässige Partner für eine hochqualifizierte Notfallversorgung an unserer Seite“, betonte Bruder. Stationiert werde der neue Intensivtransport- und Rettungshubschrauber (ITH) am Segelflugplatz in Eßweiler. Das Einsatzgebiet des neuen ADAC Rettungshubschraubers umfasst in der Westpfalz die Stadt und den Landkreis Kaiserslautern, die Landkreise Kusel und Birkenfeld sowie den Donnersbergkreis. Das Einsatzgebiet für Verlegungstransporte von Klinik zu Klinik, sogenannte Sekundärtransporte, umfasst die Länder Rheinland-Pfalz und Saarland. Der Funkrufname der ADAC-Maschine lautet „Christoph 66“.

Die Maschine des Typs H145, die die ADAC Luftrettung zur Verfügung stellt, gehöre zu den modernsten Rettungshubschraubern. Sie sei die leiseste ihrer Leistungsklasse. Mit zwei Turbinen sei sie auf lange Flugstrecken ausgelegt und könne so ideal auch für intensivmedizinische Verlegungsflüge genutzt werden. Die Maschine eignet sich laut ADAC auch bestens für Inkubatortransporte schwer erkrankter Früh- und Neugeborener sowie für ECMO-Transporte schwer lungenkranker Patienten. Der Hubschrauber habe fünf zugelassene Sitzplätze sowie eine modulare und hoch flexible Kabinenausstattung, so dass Notarzt und Notfallsanitäter optimalen Zugang zum Patienten hätten. Technisch sei er auch bestens für Flüge in der Dunkelheit geeignet.

Die Crew des Intensivtransporthubschraubers besteht laut Bruder aus einem Piloten, Hubschrauberarzt und einem Notfallsanitäter (TC HEMS). Geflogen werde auftragsgemäß von Sonnenaufgang, frühestens 7 Uhr, bis Sonnenuntergang. Bundesweit starteten die Hubschrauber der ADAC Luftrettung im Jahr zu mehr als 54.000 Notfällen. (maw)

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