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Bayerischer Ärztetag

Datensicherheit neu bewerten!

Veröffentlicht:

BAMBERG. Die Sicherheit und Kommunikation medizinischer Daten müssen nach Ansicht des Bayerischen Ärztetages auf den Prüfstand gestellt werden.

Dabei sollte vor allem die Sicherheit von Praxissoftware, Krankenhausinformationssystemen, der Datenaustausch mit der Kassenärztlichen Vereinigung sowie die zwischenärztliche Kommunikation beurteilt werden, forderten die Delegierten in einer Entschließung.

Der NSA-Skandal habe gezeigt, dass mit entsprechender technischer Ausrüstung und hoher krimineller Energie nahezu jede digitale Kommunikation ausgehorcht und ausgewertet werden kann, erklärte der Münchner Delegierte Professor Wulf Dietrich in Bamberg.

Die Verunsicherung der Bevölkerung sei groß, zumal die moderne Medizin auf Vernetzung, Datenspeicherung und digitale Kommunikation angewiesen sei.

Bei der Prüfung der Sicherheit medizinischer Daten gehe es nicht darum, einzelne Computerprogramme zu beurteilen. Vielmehr gehe es um eine generelle Einschätzung der Datensicherheit in der Medizin.

Diese könnte dazu beitragen, dass sich der ärztliche Umgang mit Computertechnik verbessert und das Vertrauen in die Sicherheit medizinischer Daten erhöht.

Lehren aus dem NSA-Skandal

Der NSA-Skandal um das US-Abhörprogramm PRISM habe auch gezeigt, dass Daten nicht immer vor dem Zugriff interner Mitarbeiter und externer Helfer geschützt sind.

Bei der Frage, wie sicher medizinische Daten bei Krankenhäusern, Arztpraxen, Krankenkassen, privaten Abrechnungsstellen, Kassenärztlichen Vereinigungen oder bei der elektronischen Gesundheitskarte sind, müsse deshalb vor allem auch der Schutz der Daten vor dem unberechtigten Zugriff interner Mitarbeiter oder externer Helfer geprüft werden, forderte der Delegierte Dietrich. (sto)

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