Deutsche Unikliniken in der Investitionsfalle

BERLIN (ami). Der Investitionsstau in den deutschen Unikliniken hängt eng mit ihren Organisationsstrukturen zusammen - so der Tenor einer Podiumsdiskussion beim Forum "Universitätsklinika in der Investitionsfalle" des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands (VUD).

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"Man kann die Investitionsproblematik nicht von der Organisations- und Betriebsleitungsproblematik trennen", sagte VUD-Generalsekretär Rüdiger Strehl. Das macht das Beispiel Bauvorhaben deutlich: "Uniklinika bauen immer teurer als private Kliniken", sagte Jörg Osmers vom hessischen Gesundheitsministerium. Die Verpflichtung zu öffentlichen Ausschreibungen und zur Nutzung des staatlichen Baumanagements sei ein Faktor, der dazu führe, dass Bauvorhaben von Unikliniken länger dauern und weniger effizient sind.

Der Geschäftsführer der privaten Helios-Kliniken Francesco de Meo vertrat die Auffassung, dass Unikliniken unter anderen Bedingungen effektiver wirtschaften könnten. De Meos Ansicht nach schmälern beispielsweise die Kosten für universitäre Forschung die Umsatzrendite der Häuser.

Aus diesem Grund sei Helios am Erwerb einer Uniklinik nicht vorrangig interessiert. De Meo zeigte sich überzeugt, dass in den nächsten zwei Jahren keine Uniklinik auf den Privatisierungsmarkt kommen wird. Er geht auch davon aus, dass die Gesamtzahl der Klinikprivatisierungen durch die Konjunkturprogramme der Bundesregierung abnimmt.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Uniklinika müssen sich neu aufstellen

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