Urologen-Präsident Hakenberg

Digital Health – Hauptsache schnell und billig?

Urologen-Präsident Oliver Hakenberg sieht Digital Health kritisch: Er warnt vor einem zunehmenden Qualitätsverlust im Versorgungsalltag.

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BERLIN. Die fortschreitende Digitalisierung der Medizin sowie der steigende ökonomische Druck in der medizinischen Versorgung bereitet Deutschlands Urologen offensichtlich Sorgen. „Wir leben in Klinik und Praxis in einem Spannungsfeld zwischen den Menschen einerseits – Patienten, Ärzten und den Mitarbeitenden in den Assistenz- und Pflegeberufen – und der zunehmenden Maschinisierung durch Digitalisierung und Bürokratisierung der Medizin sowie dem stetig wachsenden Druck der Ökonomie“, ließ der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) Professor Oliver Hakenberg am Dienstag anlässlich der Ankündigung des 71. DGU-Kongresses vom 18. bis 21. September 2019 in Hamburg verlauten. Der Kongress stehe unter dem Motto „Mensch, Maschine, Medizin, Wirtschaft“ und adressiere das Spannungsfeld zwischen Ökonomie, Medizin und Qualität.

Der Digitalisierung sowie der Ökonomisierung geschuldet, „geht viel Qualität verloren; in der Medizin, in der menschlichen Betreuung und Zuwendung, aber auch bei der Arbeitsplatzqualität für diejenigen, die Medizin leisten. Fremdbestimmung, enorme Arbeitsverdichtung und Entfremdung durch Bürokratisierung lassen viele von uns die Freude am erlernten Beruf verlieren“, moniert Hakenberg.

Das Allheilmittel sei Zertifizierung durch bürokratische Qualitätssicherung, die wiederum Zeit und ökonomische Ressourcen auffresse. Diese Spirale drehe sich weiter und immer schneller. (maw)

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