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Forschungszentrum in UK geplant

Doctolib übernimmt britischen Healthtech-Anbieter Medicus

Doctolib kauft das britische Softwareunternehmen Medicus. Das soll der Startschuss für Millionen-Investition in das Primärversorgungssystem auf der Insel sein.

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London/Berlin. Das Healthtech-Unternehmen Doctolib hat am Mittwoch bekannt gegeben, den britischen Softwareanbieter Medicus zu übernehmen. Dieser stellt cloudbasierte elektronische Patientenakten für Hausarztpraxen im National Health Service (NHS) zur Verfügung.

Mit dieser Akquisition erschließe Doctolib einen der größten Gesundheitsmärkte Europas, hieß es in einer Pressemitteilung. Langfristig wolle das Unternehmen in den kommenden Jahren mehr als 100 Millionen Pfund im Vereinigten Königreich investieren, 150 Mitarbeitende in London einstellen und ein eigenständiges Forschungs- und Entwicklungszentrum aufbauen, um Innovationen in der britischen Primärversorgung zu fördern.

Ziel sei es, mit der Übernahme von Medicus Hausärztinnen und Hausärzte zu entlasten und Wartezeiten für Patientinnen und Patienten zu senken. Das betonte Nikolay Kolev, CEO von Doctolib Deutschland und Mitglied des globalen Vorstands.

Als erstes Unternehmen seit 25 Jahren hat Medicus laut Mitteilung ein neues klinisches Softwaresystem für Hausarztpraxen im NHS eingeführt. Die im Jahr 2019 gegründete, cloudbasierte Plattform für elektronische Patientenakten wurde in enger Zusammenarbeit mit dem NHS entwickelt. Sie ist vollständig interoperabel mit NHS-Standards und -Systemen, einschließlich der NHS App. Die Lösung werde in Hausarztpraxen in zahlreichen britischen Versorgungsregionen eingesetzt.(eb)

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