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Kooperationen

E-Health – Arztnetze hadern noch mit Vergütung

Die Ärztenetze sind willens, mehr Telemedizin abzubilden. Es müsse allerdings auch entsprechend attraktiv sein, hieß es bei einer gemeinsamen Tagung der Netze und der KBV in Berlin.

Von Matthias Wallenfels Veröffentlicht:

Berlin. Telemedizin darf nicht in zusätzlichen Bürokratieaufwand ausarten, sonst werden viele niedergelassene Ärzte von einer Inanspruchnahme abgeschreckt. Darauf hat Dr. Thomas Schang, Vorsitzender der Agentur deutscher Arztnetze (ADA), am Freitag in Berlin bei der gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ausgerichteten virtuellen Konferenz hingewiesen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „E-Health und Ärztenetze“. Auch die Vergütung telemedizinischer Leistung müsse attraktiver werden, ergänzte Schang. Denn Face-to-Face-Leistungserbringung sei noch immer höher dotiert als der Telekontakt.

Dr. Gottfried Ludewig, im Bundesgesundheitsministerium (BMG) Abteilungsleiter Digitalisierung und Innovation im Gesundheitswesen, prognostizierte, dass die Digitalisierung auch außerhalb der Pandemie ein zentrales Element der Versorgung bleibe. Denn Innovationsfondsprojekte zeigten, dass Telemedizin zu besseren Ergebnissen führen könne. Nun gelte es, mit den vom BMG möglich gemachten Tools der Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA), der elektronischen Patientenakte (ePA) sowie des E-Rezeptes, die Digitalisierung für Patienten deutschlandweit erfahrbar zu machen und Überzeugungsarbeit für die digitalen Helfer zu leisten.

Für Thomas Müller, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), spielen viele Arztnetze bereits in der Bundesliga, einige sogar in der Champions League. „Hier wird qualitativ Hochwertiges geleistet“, so Müller. Er lobte, dass der Terminpool eines KVWL-Netzes Vorläufer der Terminservicestellen gewesen sei. Arztnetze verfügten über genügend Innovationskraft, um Akzente zu setzen – zum Beispiel auch mit einer MVZ-Gründung, so Müller. (maw)

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