Kommentar zur Ärzte-Umfrage

E-Health im Kommen

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Die Bewertung von Sachverhalten ist immer auch eine Frage der Perspektive. So ist es auch bei Umfrageergebnissen wie bei der aktuellen Leserumfrage von Springer Medizin und Deutsche Bank zur Digitalisierung in der Medizin.

Ist es ein niedriger Wert, wenn laut Umfrage knapp 30 Prozent der Ärzte sagen, sie seien bereits elektronisch mit anderen Praxen vernetzt? Oder ist er vielleicht doch eher hoch, weil die Vernetzung unter Ärzte aus Datenschutzgründen immer komplexer sein muss als eine einfache E-Mail-Verbindung unter Bekannten?

Wie auch immer die Antwort ausfällt: Die Umfrage zeigt, dass in Sachen Digitalisierung von Praxen zuletzt einiges in Bewegung gekommen ist.

Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer hat offenbar erkannt, wie relevant die digitalen Anwendungen sind, die Ärzte haben im Blick, dass es dafür zumindest teilweise zusätzlich Honorar geben wird - und viele wollen in ihren Praxen auch etwas verändern, um zukünftigen Anforderungen zu genügen.

Insofern ist das Glas bei E-Health längst halb voll. Und das Tempo bei der Telematikinfrastruktur könnte sich am Ende für die Vernetzung von Arztpraxen noch als Bremser erweisen. Ärzte sind bei E-Health mehrheitlich nicht mehr die Getriebenen.

Lesen Sie dazu auch: E-Health: Neue Honorarchancen für Ärzte

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