Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Ein Schub für die Privatisierung

Thomas HommelVon Thomas Hommel Veröffentlicht:

Unternehmen brauchen Kapital. Nur dann können sie investieren, Wachstum generieren, stark sein am Markt. Umgekehrt gilt: Wer nicht frei investieren kann, der ist kein Unternehmer, sondern Bittsteller. Auf viele öffentliche Kliniken in Deutschland trifft das leider zu: Reicht die staatliche Finanzspritze nicht aus, hängen sie am Tropf. Nach Angaben der Krankenhausgesellschaft kreist über jeder dritten Klinik der Pleitegeier.

Die Bankenkrise verschärft die Situation. Finanziell angeschlagenen Kliniken dürfte es noch schwerer fallen, Kredite zu bekommen. Denn welcher Banker wird jetzt noch leichtfertig einen Kreditvertrag unterschreiben?

Auch andere Wege, an Fremdkapital zu kommen, dürften erst einmal versperrt sein. Ohne neues Geld aber kann der Investitionsstau in den Krankenhäusern in Höhe von 50 Milliarden Euro nicht abgebaut werden. Die Folge: Renovierungsbedürftige Gebäude können nicht saniert, OP-Säle nicht modernisiert werden. Das wiederum bedeutet Qualitäts- und Effizienznachteile gegenüber privaten Anbietern. Die haben ausreichend Geld zurückgelegt und stehen auch in Krisenzeiten relativ gut da. Deshalb muss man kein Prophet sein, um vorherzusagen: Die Privatisierung am deutschen Klinikmarkt wird weitergehen.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Die Auswirkungen der internationalen Krise erreichen auch die Gesundheitsbranche

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Geldtipp-Podcast Pferdchen trifft Fuchs

Welche Chancen und Risiken Privatkredite bieten

Vermögensanlage in geopolitisch herausfordernden Zeiten

Investmentstratege: Geldanleger mit starken Nerven können in der Krise Chancen nutzen

Kooperation | In Kooperation mit: der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank)

Geldtipp-Podcast Pferdchen trifft Fuchs

Warum eine Steuer auf fiktive Kursgewinne kontraproduktiv wäre

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Sie fragen – Experten antworten

Noch impfen nach einer RSV-Erkrankung?

Herzinsuffizienz

Erste klinische Studie belegt Wirksamkeit des Herzpflasters

Änderungen aus dem GOLD-Update

Neues Vorgehen bei COPD: Proaktiv statt reaktiv!

Lesetipps
Ein Arzt hält ein Model des männlichen Geschlechtstraktes und zeigt mit einem Stift auf die Prostata.

© Peakstock / stock.adobe.com

Cochrane-Review

Prostatakrebs: Wie ist denn nun die Evidenz des PSA-Screenings?

Modell des Darms

© SewcreamStudio / Stock.adobe.com

FODMAP, Hypnose, Stuhltransfer

Diese Interventionen helfen beim Reizdarmsyndrom

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram