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Klinikmorde

Ermittler unter Verdacht der Strafvereitelung

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OLDENBURG. Hat es bei den Ermittlungen gegen einen ehemaligen Krankenpfleger in Niedersachsen wegen Mordes an Klinikpatienten bereits 2005 Anhaltspunkte für ein größeres Ausmaß der Tat gegeben?

Es gebe einen Anfangsverdacht wegen Strafvereitlung im Amt gegen die damals zuständigen Staatsanwälte, sagte der Sprecher der Oldenburger Staatsanwaltschaft Martin Rüppell am Mittwoch.

Nach Angaben der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft richten sich die Vorwürfe gegen zwei ehemalige Dezernenten. Sie hat die Staatsanwaltschaft in Osnabrück beauftragt zu klären, ob diese sich einer Straftat schuldig gemacht haben.

Der frühere Pfleger steht zurzeit wegen dreifachen Mordes und zweifachen Mordversuchs an Patienten am Klinikum Delmenhorst vor Gericht. Die Ermittler gehen inzwischen mehr als 200 Verdachtsfällen an der Klinik und weiteren Arbeitsstätten des Mannes nach.

Angehörige werfen den damaligen Ermittlern Versäumnisse vor, da es schon 2005 Hinweise auf ein viel größeres Ausmaß gegeben habe. Die Oldenburger Staatsanwaltschaft prüft die Vorgänge zurzeit intern.

Die Ergebnisse sollen nach Angaben von Rüppell in etwa einem Monat vorliegen. Die Beschuldigten sind heute nicht mehr bei der Staatsanwaltschaft tätig. (dpa)

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