Experte: Gesundheitsmarkt wird überschätzt

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BERLIN/HAMBURG (hom). Gerhard Reichert, zuständig für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsberichterstattung im Ministerium für Soziales und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern, hat vor überzogenen Erwartungen an den Jobmotor Gesundheitswirtschaft gewarnt.

In der Branche seien zwar seit 2000 jedes Jahr rund 40 000 neue Arbeitsplätze hinzugekommen, schreibt Reichert in einem Beitrag für die "Financial Times Deutschland". Das Wachstum der Zahl der Beschäftigten sei vor allem auf die Umwandlung von Vollzeit- in Teilzeitstellen zurückzuführen.

Das tatsächlich geleistete Arbeitsvolumen sei dagegen nicht gewachsen. Im Gegenteil: In manchen Bereichen der Gesundheitswirtschaft sei es sogar rückläufig. "Die Gesundheitswirtschaft hat sich also bisher nicht als der von manchen prognostizierte Jobmotor erwiesen", schreibt Reichert. Einzig in der Pflege habe es einen realen Beschäftigungszuwachs gegeben - von den etwa 280 000 neuen Gesundheitsjobs seien allein 149 000 in der Altenpflege entstanden. Wegen des demografischen Wandels werde der Bedarf an Pflege weiter steigen.

Der Vorsitzende der "Initiative Gesundheitswirtschaft", Professor Heinz Lohmann, betonte unterdessen, Gesundheitsunternehmen könnten dann wachsen, wenn sie ihre Angebote an den Bedürfnissen der Patienten ausrichten. "Die Konsumenteninteressen werden in der Gesundheitswirtschaft immer wichtiger", sagte Lohmann zum Auftakt des 5. Gesundheitswirtschaftskongresses in Hamburg. Die zunehmende Patientensouveränität treibe den Wandel im Gesundheitswesen weiter voran.

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