Quo vadis, Japan

Fukushima ist "out", Atomkraft wieder "in"

Die Nuklearkatastrophe von Fukushima vor zwei Jahren hob Japan anscheinend nicht nur tektonisch aus den Fugen. Wurde 2012 der Atomausstieg proklamiert, ist Kernenergie heute wieder hoffähig - auch bei atomkritischen japanischen Ärzten.

Von Matthias WallenfelsMatthias Wallenfels Veröffentlicht: 11.03.2013, 13:00 Uhr
2011 demonstrierten besorgte Mütter aus Fukushima in Tokio gegen Atomkraftwerke in Japan. Heute hält sich der Protest in Grenzen.

2011 demonstrierten besorgte Mütter aus Fukushima in Tokio gegen Atomkraftwerke in Japan. Heute hält sich der Protest in Grenzen.

© AFLO / imago

Pünktlich zum heutigen zweiten Jahrestag der Dreifachkatastrophe von Tohoku in Nordostjapan mit dem Megabeben der Stärke 9,0, dem anschließenden Jahrhundert-Tsunami und nicht zuletzt der atomaren Katastrophe im Zuge der Havarie des Atomkraftwerkes Fukushima Daiichi flammt die Debatte um die Folgen der radioaktiven Strahlung für die betroffene Bevölkerung wieder auf. So wirft zum Beispiel Greenpeace der Weltgesundheitsorganisation vor, die Gefahren für die Einwohner in der Region rund um Fukushima zu verharmlosen.

Auch die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) hat ihren Bericht zu den gesundheitlichen Folgen von "Fukushima" in der vergangenen Woche vorgelegt und auf die aus ihrer Sicht zu erwartende Entwicklung bei Krebserkrankungen in der Region rund um den Meiler hingewiesen. Deutschland und die restliche - westliche - Welt sind also erfolgreich resensibilisiert worden für die Risiken der Atomenergie. Und was passiert in Japan?

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