Direkt zum Inhaltsbereich

Arbeitsgesundheit

Garaus für zwei kanzerogene Stoffe im Job

Unternehmen in der EU dürfen Chromtrioxid und Natriumdichromat nur noch begrenzt einsetzen.

Veröffentlicht:

Brüssel. Europa zieht die Daumenschrauben für Arbeitgeber in puncto Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz weiter an. Auf Empfehlung der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) dürfen zwei besonders besorgniserregende chemische Stoffe in den Branchen Medizin, Automobil sowie Luft- und Raumfahrt nur noch eingeschränkt genutzt werden.

Darauf haben sich vor Kurzem Vertreter der Mitgliedstaaten im REACH-Ausschuss nach dem Vorschlag der Kommission geeinigt. Bei den betroffenen Stoffen handelt es sich um Chromtrioxid und Natriumdichromat, die potenziell kanzerogen sind.

Zum Schutz der Arbeitnehmer würden Unternehmen, die einen Antrag auf Verwendung von Chromtrioxid gestellt haben, verpflichtet, strenge Risikomanagementverfahren für verschiedene Verwendungen des Stoffs anzuwenden. Außerdem erhielten diese Unternehmen maximal sieben Jahre, um die Verfügbarkeit sicherer Alternativen zu bewerten oder den Stoff früher zu ersetzen, wenn dies möglich ist. Der REACH-Ausschuss sei auch dem Vorschlag der Kommission gefolgt, die Genehmigung für die weitere Verwendung von Natriumdichromat zur Behandlung mikrochirurgischer Instrumente durch ein Unternehmen zum ersten Mal abzulehnen.

Die Kommission soll die Beschlüsse in den kommenden Wochen annehmen. Die Kommission arbeitet mit den Mitgliedstaaten und der ECHA zusammen, um die Risiken, die von Chemikalien für die menschliche Gesundheit und die Umwelt ausgehen, im Kontext der REACH-Verordnung der EU kontinuierlich zu begrenzen. (maw)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Vermögensanlage in geopolitisch herausfordernden Zeiten

Investmentstratege: Geldanleger mit starken Nerven können in der Krise Chancen nutzen

Kooperation | In Kooperation mit: der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Pseudoresistenzen

Therapieresistente Hypertonie ist oft gar keine

Interimsanalyse der TRIM-Studie

Nachsorge von Melanomen: Bildgebung womöglich nutzlos

Lesetipps
Bakterien im Blutgefäß

© Artur / stock.adobe.com

Update der S3-Leitlinie

Neue Empfehlung in der Sepsis-Therapie