Recht

Gericht darf nicht helfen bei Streit um Glaubensrichtung

Veröffentlicht: 22.03.2010, 13:52 Uhr

OLDENBURG (maw). Gehören getrennt lebende Eltern verschiedenen Glaubensrichtungen an und können sich für ihr gemeinsames Kind nicht auf die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Glaubensgemeinschaft entscheiden, so darf ein Gericht keinem Elternteil Recht geben. Es müsse vielmehr anhand sorgerechtlicher Kriterien entscheiden, welcher Elternteil über die religiöse Erziehung entscheiden darf. 

Darauf weist der Nürnberger Fachanwalt für Familienrecht Martin Weispfenning mit Verweis auf ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Oldenburg hin. Das Gericht müsse sich als religiös neutrale staatliche Instanz von der religiösen Fragestellung lösen und nach anderen sorgerechtlichen Kriterien entscheiden, wer über bestimmte Fragen der religiösen Erziehung entscheiden darf, so das OLG. Maßgeblich seien Kriterien wie Kontinuität und Einbettung in das soziale Umfeld. Az.: 13 UF 8/10

Mehr zum Thema

BVerwG zur Arzneimittel-Info

So muss der Beipackzettel aussehen

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Koalition bringt E-Patientenakte Richtung Versorgung

PDSG

Koalition bringt E-Patientenakte Richtung Versorgung

Dauerbeatmete Kinder: Das kann niemand alleine leisten

Intensivpflege

Dauerbeatmete Kinder: Das kann niemand alleine leisten

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden