Impftempo

Gesundheitsministerium macht das Corona-Boostern gängiger

Die Produktinformationen der Hersteller sollen keine rechtliche Hürde mehr sein. Eine neue Verordnung sieht zudem vor, PCR-Tests in Praxen und Apotheken zu erleichtern.

Veröffentlicht:

Berlin. Vier, fünf oder besser doch sechs Monate Abstand bis zum Boostern? Das Gesundheitsministerium räumt einen viel diskutierten Unsicherheitsfaktor der Booster-Impfungen aus dem Weg, der das Impftempo verlangsamen könnte.

Die Auffrischungen sollen nun auch dann als arzneimittelrechtlich zulassungskonform gelten, wenn die von den Herstellern empfohlenen Impfabstände zwischen der Zweit- und der Drittimpfung über- oder unterschritten werden. Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu Impfabständen „sollen jedoch beachtet werden“.

Das geht aus dem Entwurf einer Verordnung zur Änderung der Corona-Impfverordnung des geschäftsführenden Gesundheitsministers Jens Spahn (CDU) hervor, der der „Ärzte Zeitung“ vorliegt.

Bund schont die Liquiditätsreserve

Der Entwurf sieht zudem vor, dass der Bund die Kosten der Corona-Impfungen wie auch der Antigen-Schnelltests auch für das kommende Jahr vollständig übernehmen soll. In den geltenden Verordnungen ist vorgesehen, dass ab Januar auch wieder die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds sowie die Private Krankenversicherung hätte mitbezahlen sollen. Das aber dürfte den Liquiditätsfonds überstrapazieren. Er muss eine Reserve von mindestens 0,2 Monatsausgaben der Kassen, mithin rund 4,3 Milliarden Euro vorhalten.

Für Arztpraxen und Apotheken sieht die Verordnung eine Erleichterung vor. Praxen und Apotheken, die mit Laboren zusammenarbeiten, sollen für PoC-PCR-Tests je Testung die Vergütung selbst abrechnen können. Sie soll bei 30 Euro je Test liegen Bislang sieht die Testverordnung vor, dass bei Tests mit einem PoC-PCR-Testgerät die Abrechnung für die Labordiagnostik nur durch ein medizinisches Labor möglich sei. (af)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3, 17–19]

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

© Springer Medizin Verlag GmbH

Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ärztin im Gespräch mit einem Patienten

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

Tipps für den Reha-Antrag

Vorsorge oder Reha: Was es für die Genehmigung durch die Kostenträger braucht

Ein todkranker Patient liegt in einem Bett auf der Palliativstation im Krankenhaus.

© ARMMY PICCA / stock.adobe.com

Palliativregisteranalyse

Menschen mit Krebs: Viel Schmerz am Lebensende