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Leichtathletik-Verband

Hacker lesen medizinische Sportlerdaten

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MONACO. Ein halbes Jahr nach dem Angriff auf die Datenbank der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA ist die russische Hackergruppe "Fancy Bears" auch in einen Server des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF eingedrungen. Dabei seien am 21. Februar offenbar personenbezogene Daten von Athleten, die medizinische Ausnahmegenehmigungen beantragt hätten, bei einem nicht autorisierten äußeren Zugriff auf das IAAF-Netzwerk ausgelesen worden. Das teilte der Weltverband am Montag in einem Statement mit.

"Wir müssen uns jetzt zuallererst um die Athleten kümmern, die der IAAF Informationen in der Gewissheit geliefert haben, dass sie sicher und vertraulich sind", forderte IAAF-Präsident Sebastian Coe. Der Verband werde alles "in unserer Macht stehende tun, um die Situation zu lösen". Nach der Cyber-Attacke stehe man in Kontakt mit Athleten, die seit 2012 Ausnahmegenehmigungen beantragt hätten.

Die "Fancy Bears" hatten nach dem Angriff auf die WADA-Datenbank mehrere dieser Genehmigungen ins Internet gestellt. Das Internationale Olympische Komitee verurteilte das Vorgehen der Gruppierung.

Profisportler dürfen unter bestimmten Voraussetzungen Medikamente einnehmen, die auf der Dopingliste stehen. Sie müssen dafür aber eine medizinisch begründete Ausnahmegenehmigung vorweisen. (dpa)

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