Klinikförderung

Hamburg bringt Umland in Zugzwang

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HAMBURG. Die Stadt Hamburg fördert Investitionsmaßnahmen in den Kliniken der Hansestadt in diesem Jahr mit insgesamt 107 Millionen Euro.

Damit liegt Hamburg deutlich über den Werten seiner Nachbarländer. Der Senat setzt zwei Schwerpunkte bei der Förderung: psychiatrische Tageskliniken in besonders belasteten Stadtteilen und Modernisierung von OP-Bereichen.

Die teuerste Maßnahme steht im Albertinen-Krankenhaus an, das über mehrere Jahre verteilt rund 50 Millionen Euro für einen Funktionstrakt, OP-Räume und Intensivstation erhält. Am Amalie Sieveking-Krankenhaus entsteht ein neuer Funktionstrakt, der mit insgesamt 35 Millionen Euro gefördert wird.

"Summe ist gut investiert"

Zur Neustrukturierung des Evangelischen Krankenhauses Alsterdorf steuert die Stadt fast 32 Millionen Euro bei. An den Baumaßnahmen an der Asklepios Klinik Harburg beteiligt sich die Stadt mit 30 Millionen Euro über mehrere Jahre, an der Helios Mariahilf Klinik mit 20 Millionen Euro.

Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) hält die im Vergleich zu anderen Ländern hohen Summen für gerechtfertigt: "107 Millionen Euro sind sehr viel Geld, aber diese Summe ist gut investiert, um durch moderne Krankenhausstrukturen eine möglichst gute Patientenversorgung in unserer Stadt zu gewährleisten."

Die hohe Förderung hat in Hamburg seit Jahren parteiunabhängig Tradition. Kliniken im Umland, wo öffentliche Zuschüsse geringer ausfallen, sehen sich durch die laufenden Modernisierungen in der Hansestadt unter Zugzwang. (di)

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