Kommentar

Hausgemachte Probleme

Ilse SchlingensiepenVon Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Seit Einführung der Versicherungspflicht sind die privaten Krankenversicherer mit einem neuen Risiko konfrontiert: Kunden, die ihre Beiträge nicht bezahlen. Früher konnten die Unternehmen solchen Versicherten kündigen. Das geht heute nicht mehr.

Deshalb nehmen Versicherer seit neuestem die Zahlungsfähigkeit neuer Kunden unter die Lupe. Ganz ablehnen können die Unternehmen Interessenten zwar nicht. Annahmezwang besteht aber nur für den Basistarif. Er ist teuer und unattraktiv - zumindest für ehrliche Kunden, die nicht schon mit der Absicht kommen, die Police nicht zu bezahlen.

Die veränderte Gesetzeslage zwingt die PKV-Branche, sich mit einem hausgemachten Problem auseinanderzusetzen. Denn jetzt rächt sich die Strategie mancher Anbieter, auf Teufel komm 'raus Neugeschäft zu generieren - mit Billigtarifen, die mit privater Krankenversicherung kaum noch etwas zu tun haben und bei Kunden, die eigentlich nicht in die PKV gehören. Es ist gut, dass die Unternehmen die Folgen dieser Vertriebspolitik jetzt am eigenen Leib zu spüren bekommen und nicht mehr auf die so angelockten Kunden abwälzen können, die früher einfach ohne Versicherungsschutz da standen.

Lesen Sie dazu auch: Allianz Private Krankenversicherung: Bonität von Neukunden unter der Lupe

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Landessozialgericht Potsdam

Erfundene GOÄ-Ziffer ist nicht berechnungsfähig

Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Einsatz im Kriegsgebiet

Essener HNO-Ärztin hilft Menschen im Iran via Telemedizin

Herzchirurg mit Installateurfirma

Das Doppelleben des Dr. Jean-Philippe Grimaud: Arzt und Klempner

Lesetipps
Endoskopische Auffälligkeiten bei der Colitis ulcerosa

© Gastrolab / Science Photo Library

Interview

Das ist neu in der S3-Leitlinie Colitis ulcerosa

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?

© Gina Sanders / stock.adobe.com

Pro & Contra

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?