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Mordverdacht im Kreißsaal

Hebamme in München verhaftet

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MÜNCHEN. Eine Münchner Hebamme ist wegen des Verdachts auf vierfachen versuchten Mord im Kreißsaal verhaftet worden. Sie soll Müttern bei Sectiones Heparin verabreicht haben. Nur mit "notfallmedizinischen Maßnahmen" habe das Leben der Mütter gerettet werden können, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. "Es bestand akute Lebensgefahr."

Das Klinikum Großhadern, in dem die Frau seit 2012 arbeitet, hatte Anzeige erstattet, nachdem das Heparin nachgewiesen wurde. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Mittel in hoher Dosis über die Infusion verabreicht wurde.

Nach Polizeiangaben war die 33-Jährige die Einzige, die bei allen vier kritischen Geburten im Kreißsaal war. Am Freitag vergangener Woche wurde sie in der Klinik verhaftet.

Zunächst habe sie die Vorwürfe bestritten, sich nach Absprache mit ihrer Anwältin aber dazu entschieden, keine weiteren Angaben zu machen, teilte die Polizei mit. Zu einem möglichen Motiv konnten die Ermittler darum zunächst nichts sagen. (dpa)

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Kommentare
Kai Liebing 26.07.201410:09 Uhr

Hebamme unter Mordverdacht verhaftet

Die Infusion könnte auch für eine ECMO, IABP oder HLM (Herz-Lungen-Maschine) vorbereitet wurden sein und dann kam es zur Verwechslung. Selbst in der Klinikapotheke könnte Heparin in die Infusion gespritzt wurden sein. Was für ein Motiv soll die Hebamme haben, zumal Heparin durch die verstärkte Blutung sehr auffällig und leicht nachweisbar ist. Mit Protamin ist die Wirkung von Heparin auch schnell wieder aufgehoben.

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