Heilmittel - Anbieter brauchen korrekte Rezepte

Veröffentlicht:

KASSEL (mwo). Ärzte sollten Heilmittelverordnungen genau und korrekt ausfüllen. Andernfalls brauchen sie sich über eventuelle Rückfragen der Leistungserbringer nicht zu wundern.

Das geht aus einem inzwischen schriftlich vorliegenden Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) in Kassel hervor. Danach müssen die Leistungserbringer eine Kürzung ihrer Abrechnung hinnehmen, wenn sie unvollständige Verordnungen von Ärzten akzeptieren.

Konkret bestätigte das Bundessozialgericht Kürzungen der AOK Baden-Württemberg wegen unvollständiger oder fehlerhafter Verordnungen. Zur Begründung betonten die Kasseler Richter, die Prüfpflicht für Leistungserbringer sei sowohl dem Gesetz als auch der Heilmittelrichtlinie zu entnehmen.

Danach dürften die Leistungserbringer eine Verordnung nur umsetzen, wenn sie alle "für eine wirksame und wirtschaftliche Heilmitteltherapie notwendigen ärztlichen Angaben" enthält.

Az.: B 1 KR 4/09 R

Mehr zum Thema

Zwei Ärzteverbände positionieren sich

MEDI und ze:roPraxen wollen mit Klinik-Kauf MVZ-Optionen erweitern

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Es gibt tierexperimentelle Studien, wonach Mikroplastik entzündungsverstärkend wirkt, wenn durch ein zusätzliches Agens die Tight junctions zwischen Darmzellen zerstört sind. Wenn also zu einer hohen Mikroplastik-Konzentration zusätzlich pathogene Faktoren hinzukommen, könnte dies entzündungsfördernd wirken, etwa bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

© Rochu_2008 / stock.adobe.com

Forschung

Beeinflusst Mikroplastik chronische Erkrankungen?

Charlotte Kleen

© Babett Ehrt/ Lichtbildwerkstatt

Porträt

Wie Charlotte Kleen Medizin in ihrer ganzen Breite kennenlernt

Mädchen geht chemischen Experimenten in einem Klassenzimmer nach, die Haare stehen ihr zu Berge.

© Andrey Kiselev / stock.adobe.com

Inkretinmimetika

GLP-1: Wie aus dem kleinen Hormon ein Rockstar wird