Elektronische Patientenakte

Hohe Akzeptanz für „TK-Safe“

Eine viertel Million Nutzer verzeichnet die TK für ihre elektronische Gesundheitsakte. Besonders Vorsorgeempfehlungen kommen gut bei den Versicherten an.

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Hamburg. Die Techniker Krankenkasse (TK) verzeichnet eine rege Nachfrage seitens ihrer Versicherten an der gemeinsam mit IBM entwickelten elektronischen Gesundheitsakte „TK-Safe“. Diese habe nun die 250.000-Nutzer-Marke geknackt, wie die Kasse am Montag mitteilte.

Seit Mai vergangenen Jahres können alle 10,5 Millionen Versicherten der TK die digitale Akte nutzen, um ihre persönlichen Gesundheitsinformationen zu speichern. Nutzer können sich ihre Abrechnungsdaten von der TK in ihre Akte laden und Informationen selbst ergänzen. So haben sie laut Kasse mit ihrem Smartphone Zugriff auf Medikamentenübersichten, Arztbesuche, Diagnosen oder auch Impfungen.

Impfempfehlungen besonders beliebt

Offenbar finden die Verwender auch Gefallen an dem digitalen Angebot. „Aus den Userbefragungen wissen wir, dass Versicherte Hinweise auf anstehende Impfungen und die Impfdokumentation sehr nützlich finden“, erläutert TK-Chef Dr. Jens Baas. Die Nutzer bewerteten die Tools in der Akte als besonders wertvoll, die ihnen helfen, den Überblick zu behalten und ihre Gesundheit zu organisieren.

„Gut kommen auch die persönlichen Empfehlungen zur Vorsorge an. Das sind meist Termine, die man im Alltagsstress nicht auf dem Schirm hat und schnell vergisst“, ergänzt Baas. TK-Safe weise die Nutzer individuell je nach Alter und Geschlecht auf anstehende Untersuchungen wie etwa die Krebsfrüherkennung hin.

Nutzer in allen Altersgruppen

Im Schnitt loggt sicher jeder Nutzer laut TK rund drei Mal pro Monat in seine Gesundheitsakte ein. Auf den Inhalt haben ausschließlich die Versicherten selbst Zugriff. Weder die TK, noch Ärzte können sehen, welche Daten Versicherte darin ablegen. Derzeit nutzen mit rund 60 Prozent mehr Männer als Frauen TK-Safe.

Die Nutzung ist über alle Altersgruppen hinweg gleichmäßig verteilt, zeigt eine Analyse der Kasse. 75 Prozent der User sind demnach zwischen 26 und 59 Jahren alt. Etwas weniger genutzt werde TK-Safe von Jüngeren und Älteren – die unter 25-Jährigen machten zehn Prozent der Nutzer aus, 15 Prozent der Nutzer seien über 61 Jahre alt.

„Wir beobachten, dass das Thema Gesundheit für Jüngere meist noch keine große Rolle spielt, weil sie gesund sind und kaum Berührungspunkte mit Ärzten haben. Ab Mitte zwanzig beginnt die Auseinandersetzung mit Themen wie Prävention oder Früherkennung. Ab da wird dann auch eine elektronische Gesundheitsakte interessant“, ordnet Baas die Ergebnisse ein. (maw)

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