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Hygiene in Krankenhäusern besser als ihr Ruf?

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NEU-ISENBURG (chb). Deutschlands Kliniken stehen immer wieder wegen angeblich mangelnder Hygiene in der Kritik. Dabei scheinen die meisten Kliniken eine Menge für einen hohen Hygienestandard zu tun. Und das völlig unabhängig davon, ob es in dem jeweiligen Bundesland eine Krankenhaushygieneverordnung gibt oder nicht. Das geht aus dem Krankenhausbarometer 2010 hervor.

So zeigt das Krankenhausbarometer, dass nahezu jede Klinik (98 Prozent) ihre Mitarbeiter regelmäßig auf dem Gebiet der Hygiene fortbildet. In 90 Prozent aller Kliniken gibt es einen oder mehrere Ärzte, die mit der Hygieneüberwachung beauftragt sind. Externe Fachärzte für Hygiene oder Mikrobiologie werden von 80 Prozent aller Kliniken eingesetzt. Über 70 Prozent der Allgemeinkrankenhäuser mit mehr als 50 Betten beschäftigen hauptamtliche Hygienefachkräfte. Dazu zählen Pflegefachkräfte mit einer speziellen zweijährigen Weiterbildung. Hauptamtliche Fachärzte für Hygiene gibt es dagegen nur in 14 Prozent der Krankenhäuser.

Ein weiteres Ergebnis der repräsentativen Umfrage des deutschen Krankenhaus Instituts unter 260 deutschen Kliniken: Mittlerweile betreiben 25 Prozent aller Kliniken, die über 50 Betten haben, eigene Medizinische Versorgungszentren. Allerdings sind diese häufig wirtschaftlich nicht erfolgreich. Denn 42 Prozent der Versorgungszentren schlossen 2009 mit einem Minus ab. Jeweils 29 Prozent erzielten einen Überschuss oder ein ausgeglichenes Ergebnis.

Bei den Krankenhäusern selbst sehen die Zahlen deutlich besser aus. Hier schlossen 68 Prozent der Kliniken das vergangene Jahr mit einem Plus ab, 11 Prozent erzielten ein ausgeglichenes Ergebnis, 21 Prozent beendeten das Jahr mit einem Minus.

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