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TV-Kritik

IGeL-Liste per Gesetz?

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Wenn den TV-Magazinen die Themen ausgehen, dann findet man im Zweifel bei Ärzten etwas. So war es am Donnerstag, als "Panorama" einmal mehr den Bereich Selbstzahlerleistungen aufs Korn genommen hat. So eine Geschichte ist schnell gestrickt - der Inhalt ist, wenn man die angesprochenen Experten kennt, schon vor der Ausstrahlung der Sendung klar.

Das Problem: Die nötigen Beispiele von "Abzocker-Ärzten" lassen sich leider ohne Schwierigkeiten auftreiben. Offensichtlich gibt es genug Ärzte, die viele Kollegen, die bei Selbstzahlerleistungen seriös und im Sinne ihrer Patienten vorgehen, in Misskredit bringen.

Um die Geschichte herum ist dann leider vieles nicht sauber recherchiert. So wird behauptet, dass die IGeL-Umsätze "sprunghaft" wachsen. Die IGeL-Umfrage der "Ärzte Zeitung" belegt zwar ein gewisses Wachstum, aber Untersuchungen des AOK-nahen WIdO-Instituts zeigen eher ein moderates Wachstum bis Stagnation.

So stehen sich am Ende des 6,48-Minuten-Beitrags die Forderung nach einer IGeL-Liste per Gesetz und der Appell an Therapiefreiheit, Verantwortung der Ärzte und Aufklärung von Patienten unversöhnt gegenüber. Es liegt an jedem igelnden Arzt, dass die Forderung nach Listenmedizin nicht die Oberhand gewinnen.

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Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

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