Anlagen-Kolumne

Immobilien-Aktien spalten die Aktionäre wie nie zuvor

Offene Immobilienfonds laufen derzeit wie geschnitten Brot, Aktien derselben Branche haben in der Krise herbe Verluste eingefahren. Anleger müssen gut überlegen.

Von Richard Haimann Veröffentlicht:

An der Börse zählen die Aktien von Gewerbeimmobilien- Bestandshaltern zu den Verlierern der Corona-Krise. Zwei Beispiele: Das Papier des Büroimmobilieninvestors Alstria Office hat in den vergangenen drei Monaten rund 30 Prozent verloren. Die Notierung des Einkaufscenter-Betreibers Deutsche Euroshop ist in dieser Zeit gar um 50 Prozent gefallen.

Der Grund dafür: Investoren fürchten, dass Unternehmen nach den Erfahrungen im Shut-down künftig mehr Mitarbeiter im Home Office arbeiten lassen und weniger Büroflächen anmieten werden. Und sie sorgen sich, dass viele Einzelhändler die Krise nicht bewältigen und in den Shoppingcentern viele Flächen leer stehen werden. Hingegen sind offene Immobilienfonds derzeit massiv gefragt.

Minus bei Aktien, Plus bei Fonds

3,9 Milliarden Euro haben Anleger im ersten Quartal dieses Jahres in dieses Investmentvehikel investiert. Vom „absatzstärksten Quartal seit dem Jahr 2003“ berichtet der Fondsverband BVI.

Das Minus bei den Aktien und das Plus bei den Fonds verwundert. Denn offene Immobilienfonds legen das Geld ihrer Anleger überwiegend in Büroimmobilien, Shoppingcenter und – die im Shut-down ebenfalls geschlossenen – Hotels an.

Nach einer Analyse der Ratingagentur Scope bestehen die Portfolios der Fonds im Schnitt zu 58 Prozent aus Bürotürmen, zu 23 Prozent aus Einzelhandelsflächen und zu acht Prozent aus Hotels. Mithin zu 89 Prozent aus Gebäuden, die die Mehrheit der Börsianer als so riskant einstuft, dass sie aus entsprechenden Aktien geflohen sind.

Haben Fondsanleger den besseren Riecher?

Die Frage ist: Liegen jene Investoren richtig, die den Immobilienaktien den Rücken gekehrt haben – oder haben die optimistischen Fondsanleger den besseren Riecher? Trifft Letzteres zu, wäre es nun an der Zeit, in börsennotierte Papiere von Immobilienunternehmen wie Alstria Office oder Deutsche Euroshop zu investieren.

Selbst wenn letztere Gesellschaft dieses Jahr nur die Hälfte ihrer Mieten kassieren und zum großen Teil an die Aktionäre ausschütten kann, würde die Dividendenrendite auf dem gegenwärtigen Kursniveau damit mehr als sechs Prozent betragen. Die Renditen der offenen Fonds hingegen betragen laut Berechnungen der Landesbank Hessen-Thüringen im Schnitt nur 2,3 Prozent.

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