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Telematikinfrastruktur

In Nordrhein 80 Prozent im Netz

Bis Jahresende rechnet die KV-Bezirk Nordrhein mit 90 Prozent Anschlussquote an die TI. Sicherheitsprobleme gebe es bislang nicht.

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Düsseldorf. Mit der Abrechnung für das dritte Quartal wird die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein damit beginnen, Vertragsärzten das Honorar zu kürzen, die noch nicht an die Telematik-Infrastruktur angeschlossen sind. „Wir haben mit der Sanktionierung ein Quartal länger gewartet als andere KVen“, versicherte der stellvertretende KV-Vorsitzende Dr. Carsten König bei der Vertreterversammlung in Düsseldorf. Er bezeichnete es als „hoch ärgerlich“, dass die Honorarkürzungen rückwirkend auch das erste und das zweite Quartal betreffen werden. Der Anteil der Sanktionsgelder, der aus der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV) stammt, fließt in die MGV zurück und kommt damit allen Ärzten zugute. Der Anteil aus der extrabudgetären Vergütung geht dagegen an die Kassen, erläuterte König.

Nach seinen Angaben waren im dritten Quartal dieses Jahres 10 074 der 12 740 Betriebsstätten in Nordrhein an die TI angeschlossen, das sind 80,8 Prozent. „Wir erwarten, dass bis Ende des Jahres 90 Prozent der Praxen angeschlossen sein werden.“

In Nordrhein gebe es bislang keinen Sicherheitsvorfall wegen einer unsachgemäßen TI-Installation, sagte König angesichts der aktuellen Diskussionen über die Datensicherheit. Das Problem der sicheren TI-Installation dürfe nicht bei den Ärzten abgeladen werden. „Wir sind Ärzte, wir sind keine IT-Techniker.“

Die KVNo verwahre sich gegen einseitige Schuldzuweisungen an die niedergelassenen Ärzte wegen angeblicher Sicherheitsmängel in den Praxen. „Wir erwarten, dass die IT-Sicherheitsrichtlinie, die die Kassenärztliche Bundesvereinigung bis zum 30. Juni 2020 zu erstellen hat, endlich Klarheit bringt.“ König wies aber auch darauf hin, dass die IT-Sicherheit in der Praxis der Verantwortung der Praxisinhaber obliege.

Mit knapper Mehrheit verabschiedeten die Delegierten einen Antrag, nach dem die KVNo den Arztpraxen empfehlen soll, ihre TI-Anschlüsse überprüfen zu lassen. Die Kosten für die Überprüfung und mögliche Nachbesserungen sollen demnach die Kassen bezahlen. (iss)

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