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Gesundheitsforschung

Individuelle Daten für Studien gefragt

Die Unimedizin Greifswald übernimmt eine tragende Rolle in der nationalen Forschungsdateninitiative für Gesundheit (nfdi4health). Die Wertsteigerung der Versorgungsforschung steht im Fokus.

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Köln/Greifswald. Die Unimedizin Greifswald soll unter dem Dach der nationalen Forschungsdateninitiative für Gesundheit (nfdi4health) maßgeblich zum Aufbau der Forschungsdateninfrastruktur für personenbezogene Gesundheitsdaten beitragen. Die Federführung liegt bei der Deutschen Zentralbibliothek Medizin (ZB MED) in Köln und dem Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) in Bremen. Projektleiter in Greifswald sind Professor Carsten Oliver Schmidt und Professorin Dagmar Waltemath vom Greifswalder Institut für Community Medicine (ICM).

nfdi4health ist in der im Aufbau befindlichen fachübergreifenden Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) verortet, die derzeit durch Bund und Länder finanziert wird und als bundesweit verteiltes Kompetenz- und Infrastrukturnetzwerk die Bereitstellung und Erschließung von Forschungsdaten für die Wissenschaft sicherstellen soll. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stellt insgesamt bis zu 85 Millionen Euro Fördermittel pro Jahr für zunächst fünf Jahre mit möglicher Verlängerung um weitere fünf Jahre zur Verfügung. Das Ziel von nfdi4health ist die Wertsteigerung der Forschung in den Bereichen Versorgungsforschung (Epidemiologie), Gesundheitswesen und klinische Studien. Dazu sollen hochwertige Forschungsdaten besser als bisher standardisiert und nachnutzbar (d.h. den FAIR-Prinzipien entsprechend) international zugänglich gemacht werden. Dies schließe insbesondere große epidemiologischen Studien sowie Ergebnisse der öffentlichen Gesundheitsforschung und klinische Studien in Deutschland ein. Dazu gehören unter anderem auch die Greifswalder Langzeitstudie SHIP (Study of Health in Pomerania) sowie die große deutsche Gesundheitsstudie NAKO mit Studienzentrum in Neubrandenburg. (maw)

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