Atemwegserkrankungen

Innovatoren gesucht

Ein Unternehmen will Lösungen fördern, die die Behandlung von Atemwegspatienten optimieren können.

Veröffentlicht: 26.04.2016, 08:30 Uhr

MÜNCHEN. Linde Healthcare sucht noch bis 30. November Forscher im Bereich der Atemwege zur Förderung durch den Realfund. Dieser Forschungsfonds fördere weltweit innovative Ideen, Forschungsarbeiten und Projekte, die das Potenzial haben, die Behandlung von Patienten mit Atemwegserkrankungen zu verbessern.

Potenzielle Anwender wie Ärzte, Techniker, Patientenorganisationen aber auch Erfinder und Forschungseinrichtungen seien zur Teilnahme aufgerufen.

Der Förderbetrag kann nach Unternehmensangaben je nach Komplexität des Vorhabens variieren, wobei der Höchstbetrag 75.000 Euro pro Projekt betrage.

In der laufenden Förderperiode 2015/16 seien aus den zahlreichen internationalen Bewerbungen zwei Projekte aus Deutschland und ein Projekt aus den USA ausgewählt worden, die derzeit unterstützt würden:

- Dr. Johannes Bickenbach und Professor Michael Dreher vom Universitätsklinikum Aachen untersuchten, ob Exazerbationen bei invasiv beatmeten Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) vorhergesagt werden könnten. Dazu wollten sie auf Daten des Beatmungsgeräts zugreifen und einen Algorithmus entwickeln, der diese Informationen softwarebasiert analysiert.

- Dr. Thomas Bitter vom Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen forsche an einem neuen Therapieansatz für die High Flow Therapie, die bei der Behandlung von Patienten mit Cheyne-Stokes-Atmung zum Tragen kommen könnte. Diese pathologische Form der Atmung trete oft bei Patienten mit einer eingeschränkten Pumpfunktion des Herzens auf.

- Professor Christopher H. Fanta vom Brigham and Womens Hospital an der Harvard Medical School in Boston plane, eine Smartphone-App zu entwickeln, die COPD-Patienten warnt, wenn sich ihre Atmung verschlechtert und Empfehlungen gibt, wie schwere Exazerbationen vermieden werden können.

Die Realfund-Stipendiaten würden jeweils mit Hilfe von unabhängigen medizinischen und wissenschaftlichen Experten ausgewählt und erhielten Unterstützung in der Fortführung ihrer Forschungsaktivitäten.

In den vergangenen Jahren seien zahlreiche vielversprechende Projekte eingereicht und gefördert worden, die großen Ideenreichtum und starke Innovationskraft aufwiesen. Linde werde sich weiterhin weltweit in der Kooperation mit Forschern engagieren, um die wissenschaftliche Arbeit und die Entwicklung von Innovationen zu forcieren. (maw)

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