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Jeder zehnte Arbeitsplatz wird über Drittmittel finanziert

NEU-ISENBURG (eb). Eine positive Bilanz des vergangenen Jahres hat dieser Tage der Präsident der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann, gezogen. Er verwies auf einen Höchststand an Patienten und einen Rekord an Drittmitteln.

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Im Jahr 2007 sind in den 37 Kliniken der Hochschule erstmals mehr als 200 000 Patienten (208 115) behandelt worden - 50 747 Patienten (plus sechs Prozent) im stationären Bereich und 157 368 (plus 8,8 Prozent) in den Ambulanzen. Die MHH kann für 2007 einen Gewinn von 7,1 Millionen Euro ausweisen, nach 0,6 Millionen Euro Gewinn im Jahr 2006.

"Die MHH hat mit einer enormen Kraftanstrengung so viele Leistungen erbracht wie noch nie zuvor", sagte Holger Baumann, als Vizepräsident zuständig für das Ressort Wirtschaftsführung und Administration. Auch die ausgegebene Drittmittelsumme war 2007 so hoch wie noch nie zuvor: Sie ist um 17,6 Prozent (9,1 Millionen Euro) auf 60,7 Millionen Euro angewachsen. Jeder zehnte der 7 670 Arbeitsplätze wird bereits über Drittmittel finanziert.

Die MHH sieht sich in keiner Konkurrenz zu Niedergelassenen.

Zu Beginn des Jahres 2007 hatte die MHH wegen gestiegener Personalkosten, Mehrwehrsteuer- und Energiekostensteigerungen ein finanzielles Risiko in Höhe von 16,5 Millionen Euro prognostiziert. "Dank der Leistungssteigerung konnten die Mehrkosten ausgeglichen werden", erläutert Baumann.

Der Grund: "Zum ersten Mal seit Einführung der Fallpauschalen hat die MHH ein leistungsgerechtes Budget verhandeln können." Die Forschungsleistungen und die damit einhergehenden Drittmitteleinwerbungen der MHH sind weit vorne. "Am Ende des Jahres 2007 haben wir nicht nur den erreichten Spitzenplatz aller medizinischen Fakultäten Deutschlands gehalten, sondern sogar ausgebaut", betont MHH-Präsident Bitter-Suermann.

Auch bei der Organisation ist die MHH vorangekommen. Im Jahr 2007 sei die Länge eines durchschnittlichen Aufenthaltes eines Patienten erneut um 2,6 Prozent auf nunmehr 8,45 Tage gesunken. Besonderen Wert legt die Hochschule auf gute Beziehungen zu niedergelassenen Ärzten. Dabei kommt der MHH das neue Vertragsarztrecht zugute.

"Jetzt können wir mit Praxen echte Kooperationen eingehen", betont MHH-Vizepräsident Dr. Andreas Tecklenburg, der für die Krankenversorgung zuständig ist. Auch das 2007 gegründete MVZ verzahne den ambulanten Bereich besser mit dem stationären und bietet Patienten damit einen guten Service. "Wir bieten fast ausschließlich hoch spezialisierte Leistungen an und sind keine Konkurrenz für Kollegen in den Praxen."

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