KV entzieht MVZ die Kassen-Zulassung

BERLIN (ami). Das MVZ Atriomed in Berlin ist für gesetzlich Versicherte geschlossen. Der Einrichtung wurde die Zulassung entzogen, nachdem im Frühjahr Verdacht auf Abrechnungsbetrug aufgekommen war.

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Rund 4000 Versicherte der Techniker Krankenkasse und weitere GKV-Patienten muss das Atriomed Berlin nun abweisen. Die TK hat ihren Vertrag mit der Einrichtung aufgelöst. Die Integrationsverträge an den anderen Atriomed-MVZ in Köln, Hamburg, Leipzig und München laufen jedoch weiter. Der Zulassungsentzug für die Berliner Einrichtung sei "sehr bedauerlich", so eine TK-Sprecherin. Die Kasse will ihre Versicherten nun über die Vorgänge informieren.

Der Zulassungsentzug für das MVZ zu diesem Zeitpunkt kam überraschend. Normalerweise hat das gesamte Rechtsverfahren zu einem Antrag auf Zulassungsentzug aufschiebende Wirkung. Hier wurde der Zulassungsentzug vom Berliner Sozialgericht jedoch zur sofortigen Vollziehung angeordnet. Das geschieht nur in Ausnahmefällen. Im Hauptsacheverfahren hat das Gericht noch nicht entschieden.

Dem Atriomed Berlin wird vorgeworfen, dass es mit falschen Arztnummern abgerechnet hat (wir berichteten). Das Gericht sah den Grundsatz der peinlich genauen Abrechnung als verletzt an.

Von Betrug sei definitiv nicht die Rede, so der Prokurist des Betreibers Health Care Managers (HCM), Michael Rauber. Er kündigte der "Ärzte Zeitung" an, dass HCM alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ausschöpfen werde. Der Verdacht auf Abrechnungsbetrug wurde nach einer Routine-Prüfung der KV Berlin laut. Seit es die lebenslangen Arztnummern gibt, prüft die KV, ob die Nummern für die angegebenen Betriebsstätten und Leistungen zugelassen sind.

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