Hausarzt-EBM

KV warnt vor weiterer Reform

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STUTTGART. Die KV Baden-Württemberg lehnt eine "Weiterentwicklung" des Hausarzt-EBM, wie er ab 2015 geplant ist, vehement ab. KV-Chef Dr. Norbert Metke stellte bei der jüngsten Vertreterversammlung Hochrechnungen auf der Basis des Quartals IV/2013 vor.

Demnach haben Hausärzte in diesem Quartal Leistungen in Höhe von 249 Millionen Euro angefordert. Hätte in diesem Zeitraum bereits die Budgetierung der Gesprächsleistungen nach GOP 03230 gegolten, wären es lediglich 218,5 Millionen Euro gewesen.

Statt 600 "Honorarverlierer" hätten dann 1800 Hausärzte im Südwesten einen Honorarrückgang im Vergleich zum gleichen Quartal 2012 hinnehmen müssen, erläuterte Metke. Die KV hatte im Februar mitgeteilt, bei der Abrechnung des Quartals werde zu jeder Versichertenpauschale automatisch eine Gesprächsleistung hinzugefügt, da dies in der Regel dem haus- und kinderärztlichen Tätigkeitsumfang entspreche. Metke kündigte ein weiteres Eingreifen der KV an, um Honorarverwerfungen zu verhindern.

Vor diesem Hintergrund sei es "unglaublich", dass die Reform des Hausarzt-EBM zum 1. Januar 2015 fortgeführt werden solle. Mit breiter Mehrheit lehnten die Vertreter dies ab. Bereits jetzt zeige sich, dass ein hoher bürokratischer Aufwand erforderlich ist, "um ein zum Bezugsquartal vergleichbares Honorar zu erreichen", heißt es in dem Beschluss.

Die weiteren Reformschritte könnten sich "zu einer Existenzbedrohung vor allem für kleinere, weniger technikorientierte Praxen entwickeln". (fst)

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