Modellversuch

Kassen greifen Start-ups unter die Arme

Die Plattform "Healthy Hub" soll drei Millionen Kassenpatienten den schnellen Zugang zu innovativen, digitalen Versorgungsangeboten verschaffen.

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BERLIN. Fünf Kassen haben am Donnerstag in Berlin den Startschuss gegeben, um Start-ups mehr Chancen im Umfeld des ersten Gesundheitsmarktes zu geben. Die BIG direkt gesund, die mhplus Betriebskrankenkasse, die Hanseatischen Krankenkasse (HEK), die Siemens-Betriebskrankenkasse SBK und die IKK Südwest haben ihren "Healthy Hub" gegründet.

Wie es in einer gemeinsamen Erklärung heißt, sollen Start-ups ihre Produkte mit dieser Plattform im Umfeld der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) testen. Rund drei Millionen Versicherte sollen in der Folge schnellen Zugang zu innovativen, digitalen Versorgungsangeboten erhalten. Die Kassen würden ihrerseits von attraktiven, neuen Angeboten für ihre Versicherten profitieren.

"Es ist sozusagen eine Win-Win-Win-Situation für alle Seiten", kommentiert Healthy Hub-Geschäftsführer Dr. Elmar Waldschmitt, der zugleich als Leiter Unternehmensentwicklung bei BIG direkt gesund fungiert. "Gemeinsam suchen die Kassen nach endkundenorientierten Lösungen aus dem Digital-Health-Bereich sowie Start-ups, die für ihre Angebote eine Erstattung durch die Krankenkassen anstreben", so Waldschmitt weiter.

Basis für das Projekt sei ein geeignetes Kooperations- und Vertragsmodell für die GKV. Dafür berieten die Kassen die jungen Unternehmen rechtlich in der hochkomplexen Gesetzeslage des Sozialgesetzbuches V. (maw)

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