Direkt zum Inhaltsbereich

Apps im Gesundheitswesen

Keine Chance dem Kunstfehler

Veröffentlicht:

Als Helfer im Klinikalltag ist die App Checkme! gedacht. Sie soll dazu beitragen, Fehler bei der Behandlung zu vermeiden.

Vor einem Behandlungsfehler fürchten sich Ärzte und Patienten gleichermaßen. Nach Angaben des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) haben im vergangenen Jahr die Kassen über 12.000 Verdachtsfälle untersuchen lassen und bei jedem dritten Fall einen Behandlungsfehler festgestellt.

Hier setzt die App "Checkme! Klinikstandards" nach Angaben des Verlages Elsevier an.

Die App listet Klinikstandards auf, die helfen sollen, eine Behandlung auf neuestem Stand der Wissenschaft sicherzustellen. Es stehen Ärzten insgesamt 100 Klinikstandards kostenlos zur Verfügung.

Ziel der App sei es laut Entwickler, Behandlungsfehler zu vermeiden, die Patientensicherheit zu verbessern und Haftungsrisiken zu reduzieren. Die App beinhaltet leitlinien- und evidenzbasierte Handlungshinweise für 100 Indikationen und Symptomkomplexe, die sich als Arbeitsliste aufrufen lassen.

Die App ist sehr übersichtlich konzipiert. Die Symptome und Indikationen sind alphabetisch, von A wie Akutes Koronarsyndrom bis Z wie Zervixkarzinom, aufgelistet oder lassen sich auch über die Suchfunktion finden.

Klickt der Nutzer beispielsweise "Bauchschmerzen" an, bekommt er Orientierungsinformationen, einen Algorithmus, Erstmaßnahmen, Basisdiagnostik und viele weitere Informationen angezeigt, die er gezielt auswählen kann. Auch sind Tabellen, etwa zur Differenzialdiagnose, hinterlegt.

Die Klinikstandards umfassen die Bereiche Chirurgie, Gynäkologie, Innere Medizin und Notfallmedizin. Die Fachrichtungen lassen sich über eine Funktion filtern. Die App wird jährlich aktualisiert und regelmäßig von Experten geprüft, so dass sie jederzeit auf dem aktuellsten Stand ist und funktioniert auch ohne Internetverbindung.

Die App ist speziell für Ärzte konzipiert und für Android und iOS verfügbar. Neben der kostenlosen Version, gibt es auch die Möglichkeit eine Premium-Version herunter zu laden.

Diese kostet 9,99 Euro pro Jahr.Mit dieser erweiterten Version, können Nutzer die App an ihre eigenen Bedürfnisse anpassen, eigene Standards hinzufügen, Texte und Grafiken bearbeiten und diese mit Kollegen teilen. (mn)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Verordnung Digitaler Gesundheitsanwendungen

Regressgefahr: Ausschlusskriterien bei DiGA beachten!

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

© Paolese / stock.adobe.com (Model mit Symbolcharakter)

Neuer Therapieansatz bei erektiler Dysfunktion

Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Kranus Health GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Von unten nach oben

Stufenschema bei Insomnie: So bei Schlafstörungen therapieren

Lesetipps
Nicht alles, was im Internet kursiert, stimmt auch – gerade wenn es um Gesundheitsfragen geht. Augen auf und hinterfragen!

© peterschreiber.media / stock.adobe.com

Kohlenhydrate, Apfelessig, Gottesnahrung und Süßstoffe

Vier Ernährungs- und Blutzuckermythen im Faktencheck