Umsatzschlüssel

Keine Wahl für Ärzte

BFH klärt Umsatzsteuer-Abrechnung bei gemischt genutzten Gebäuden.

Veröffentlicht:

MÜNCHEN. Umsatzsteuerpflichtige Ärzte können sich nicht aussuchen, wie sie die Umsatzsteuer für ein teils geschäftlich und teils privat genutztes Gebäude aufteilen.

Für den Vorsteuerabzug gilt der sogenannte Flächenschlüssel, also die Aufteilung der Umsatzsteuer nach der Fläche, heißt es in einem aktuellen Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) in München.

Im Streit um ein vermietetes Wohn- und Geschäftshaus hatte der Bauherr und Vermieter argumentiert, EU-Recht gebe dem "Umsatzschlüssel" den Vorrang, also der Aufteilung nach den tatsächlichen - oder bei Eigennutzern geschätzten - privaten und geschäftlichen Mieteinnahmen. Nach deutschem Recht ist dieser Schlüssel seit 2004 aber nur ausnahmsweise anwendbar.

Diese Regelung ist zulässig und nicht EU-widrig, urteilte nun der BFH. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg habe den Vorrang für andere Schlüssel erlaubt, wenn dies zu klareren und gerechteren Ergebnissen führt.

Dies treffe auf die Flächen zu. Während Mietumsätze schwanken, stehe hier die Aufteilung eindeutig fest. (mwo)

Az.: V R 19/09

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
In vielen Kliniken bleibt kaum Zeit für die Weiterbildung, beklagen die jungen Ärzte.

© fizkes / stock.adobe.com

MB-Barometer offenbart

Ärztliche Weiterbildung in vielen deutschen Kliniken ein Fiasko!

Bayern-Spieler Joshua Kimmich beim Bundesligaspiel der Münchner gegen Hoffenheim.

© Sven Hoppe/dpa

Leitartikel

Kimmichs Impf-Bedenken und die Frage, wer was warum will