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Kinderversorgung über Grenze hinweg

OLDENBURG/GRONINGEN (cben). Die Kliniken in Oldenburg und Groningen kooperieren seit rund einem Jahr bei der Versorgung von Kindern mit angeborenen Herzfehlern. 20 Kinder aus Niedersachsen wurden seitdem im Universitair Medisch Centrum Groningen (UMCG) operiert.

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"Wir konnten mit dieser Kooperation den Kindern und ihren Angehörigen aus der Weser-Ems-Region weite Wege ersparen", sagt Dr. Reinald Motz, Kinderkardiologe am Klinikum Oldenburg. Bisher wurden die Kinder nach Kiel transportiert, obwohl das Groninger Herzzentrum praktisch vor der Tür liegt.

Im UMCG werden jährlich etwa 350 Operationen bei Patienten mit angeborenen kardiothorakalen Erkrankungen vorgenommen. Etwa Dreiviertel davon sind Kinder und Neugeborene.

"Zum Leistungsspektrum gehören unter anderem Katheter-Interventionen, Chirurgie am offenen Herzen und kombinierte Herzlungentransplantationen," sagt Professor Rolf Berger, Chefarzt in der Kinderkardiologie des UMCG.

Kooperation mit AOK und HKK Niedersachen

Die AOK und HKK Niedersachsen sind der Kooperation beigetreten. Für die Eltern der kranken Kinder bedeutet das: Sie sind von besonderen Anträgen befreit.

Eine standardisierte Beantragung der Auslandsbehandlung erfolgt vom Klinikum Oldenburg beim örtlichen Vertreter der AOK Niedersachsen. "Die Kostenübernahme ist gesichert", hieß es. Neun Familien in der Region haben bisher von dieser Kooperation profitiert.

Aber auch die Kassen sparen. "Hubschrauberverlegungen sind risikoreicher, medizinisch schwieriger und auch teurer. Im Notarztwagen ist eine gegebenenfalls notwendige medizinische Betreuung während des Transportes möglich", erklärt Tanja Harfst von der AOK Niedersachsen.

Abgerechnet wird zwischen der AOK Niedersachsen und dem Klinikum Oldenburg, das wiederum mit dem UMCG abrechnet.

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