Schleswig-Holstein

„Klinika der Zukunft“ teurer als geplant

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) hat kurz vor der für dieses Jahr geplanten Einweihung ihrer „Klinika der Zukunft“ an den Standorten in Kiel und Lübeck einen zusätzlichen Investitionsbedarf

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KIEL. Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) hat kurz vor der für dieses Jahr geplanten Einweihung ihrer „Klinika der Zukunft“ an den Standorten in Kiel und Lübeck einen zusätzlichen Investitionsbedarf in Höhe von 400 Millionen Euro für seine Arbeit angemeldet. Das Land muss nun zusätzliche Kredite aufnehmen.

Dies gab die Landesregierung nach einer nicht-öffentlichen Sitzung von Bildungs,- Finanz- und Sozialausschuss mit UKSH-Chef Professor Jens Scholz bekannt.

Laut Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) sind von dem zusätzlichen Bedarf bislang 250 Millionen Euro in der Finanzplanung des Landes berücksichtigt. Zuvor war ein Brandbrief von UKSH-Chefärzten wegen fehlender Mittel auf ihren Stationen an die Öffentlichkeit gelangt. Die Landesregierung sprach nach der Sitzung von einem „Kraftakt“, der erforderlich sei

 Sie geht trotz des zusätzlich erforderlichen Geldes davon aus, dass die Entscheidung für eine öffentlich-private Partnerschaft für die Neubauten an beiden Standorten richtig war. Wissenschaftsministerin Karin Prien (CDU) nannte die Entscheidung „auch aus heutiger Sicht gut“.

Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass das ÖPP-Verfahren nicht alle Investitionsbedarfe abdecke und deshalb weitere Investitionen „landes- und leider auch kreditfinanziert nötig waren und auch noch sind“. Prien betonte, dass das Land auch weiterhin in die Universitätsmedizin investieren werde.

Den über die 250 Millionen Euro hinausgehenden Bedarf will die Regierung „gemeinsam mit unseren Krankenhausexperten im Aufsichtsrat“ beraten. Für den Neubau war u.a. mit dem Argument geworben worden, dass dieser sich über Effizienzsteigerungen selbst finanziere. Kritiker hatten dies angezweifelt. (di)

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