Berlin

Kliniken fordern Investitionen

Nach der Festlegung des Landesbasisfallwerts sieht die Berliner Krankenhausgesellschaft dringenden Handlungsbedarf.

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BERLIN. 3190,81 Euro beträgt der Landesbasisfallwert (LBW) für das laufende Jahr 2015, auf den sich die Krankenkassenverbände und die Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) geeinigt haben.

Dies bedeutet eine Steigerung im Vergleich zum vergangenen Jahr von rund 73 Euro - damals belief sich der Landesbasisfallwert auf 3117,36 Euro. Der LBW 2015 liegt damit an dem vom Gesetzgeber vorgegebenen unteren Korridorwert und unter dem Bundesdurchschnitt von 3231,20 Euro.

BKG-Geschäftsführer Uwe Slama warnte anlässlich der Genehmigung des Fallwerts durch die Landesbehörde: "Die Kliniken können die Tarifsteigerungen für ihre Beschäftigten, stark steigende Prämien für die Haftpflichtversicherungen, steigende Umlagen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz oder zusätzliche Anforderungen durch Richtlinienbeschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses durch die im Landesbasisfallwert seit Jahren gedeckelten Preiszuwächse nur teilweise finanzieren."

Die Kliniken fordern deshalb, dass im Zuge der geplanten Krankenhausreform vor allem der Budgetdeckel zur Refinanzierung der Personalkosten und die doppelte Preisminderung bei steigenden Leistungen aufgehoben werden.

Der Geschäftsführer bemängelte außerdem die geringen Investitionen durch das Land Berlin. Die Hauptstadt habe hier den bundesweit niedrigsten Stand. Mit dem jetzigen Investitionsniveau könnten die Bausubstanz und die medizintechnischen Geräte nicht auf hohem Niveau erhalten werden, stellte Slama klar.

Eine deutliche Erhöhung der Investitionsfinanzierung durch Berlin sei dringend notwendig, auch um die hohen Anforderungen an die Hygiene, Sicherheit und Qualität erfüllen und weiterentwickeln zu können. (juk)

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