Rostock

Klinikum Südstadt auf Wachstumskurs

Einer der wichtigsten Arbeitgeber in Rostock verzeichnet 2019 einen hohen Überschuss. In den nächsten Jahren sind Erweiterungsinvestitionen von 90 Millionen Euro geplant.

Veröffentlicht: 13.07.2020, 14:26 Uhr

Rostock. Das Klinikum Südstadt in Rostock meldet für das Wirtschaftsjahr 2019 ein positives Ergebnis in Höhe von 8,5 Millionen Euro. Ein Teil des Überschusses wird für Investitionen zurückgelegt. Die größte kommunale Klinik in Mecklenburg-Vorpommern führt aber auch rund 2,5 Millionen an gemeinnützige Kultureinrichtungen ab. Das Haus ist ein Eigenbetrieb der Hansestadt Rostock, die über die Gewinnverteilung entscheidet.

Der Überschuss fiel 2019 um rund drei Millionen Euro geringer aus als im Jahr zuvor. 2019 wurden 36.200 Patienten im Südstadt-Klinikum behandelt, davon 25.700 stationär. Der Umsatz stieg auf 142,5 Millionen Euro, was das Klinikum auf leicht erhöhte Fallzahlen und einen gestiegenen Basisfallwert zurückführt. Dass der Jahresüberschuss dennoch zurückging, begründete das Haus unter anderem mit Tarifsteigerungen, die Zusatzausgaben in Höhe von 3,8 Millionen Euro bedeuteten. Außerdem seien Einmal- und Steuereffekte wie in den Vorjahren ausgeblieben.

Investitionen von 90 Millionen in Gebäude geplant

Insgesamt investierte das Haus im vergangenen Jahr 3,5 Millionen in neue Medizintechnik, hauptsächlich für eine Komplettausstattung des Zentral-OP. Aus dem jetzt gemeldeten Überschuss will Verwaltungschef Steffen Vollrath Mittel für weitere Investitionen verwenden. Insgesamt plant das Haus in den kommenden Jahren Investitionen in Höhe von 90 Millionen Euro, unter anderem in den Neubau einer Zentralen Notaufnahme, eines Operationstraktes und eines Ärztehauses.

Die Investitionen sind nach Angaben des Ärztlichen Direktors Prof. Jan Rösner erforderlich, weil die Zahl der operativen Eingriffe und der Notfallbehandlungen jedes Jahr steige.

2,5 Millionen fließen in Kultur

Trotz der noch erforderlichen Investitionen verwendet Rostock einen Teil des Überschusses des städtischen Eigenbetriebes für andere Zwecke. Finanzsenator Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski kündigte an, dass 2,5 Millionen der 8,5 Millionen Euro in gemeinnützige Kultureinrichtungen fließen werden. Profitieren sollen das kulturhistorische Museum, das Konservatorium, die Volkshochschule und die Stadtbibliothek.

Das Klinikum Südstadt ist einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Hansestadt und weist nach eigenen Angaben eine „äußerst geringe Fluktuation“ auf. Insgesamt sind dort rund 1300 Menschen beschäftigt, darunter 330 Ärzte. (di)

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